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Kollegen frontal anzugreifen, bringt nichts
Kollegen frontal anzugreifen, bringt nichts - oft machen sie dann die Schotten dicht. Besser ist es, Kritik indirekt versteckt zu äußern. Foto: Andrea Warnecke © dpa

Kritik im Job: So wird sie wirklich konstruktiv

Damit Kritik von Kollegen oder dem Chef angenommen wird, sollte sie nicht zu direkt sein. Wie man Probleme richtig anspricht.

Kritik an Kollegen oder dem Chef formulieren Berufstätige am besten immer positiv. Denn vergreifen sie sich in der Wortwahl, empfindet der Empfänger die Kritik schnell als Kränkung - und geht in Abwehrstellung. In der Folge verpufft das Feedback ungehört, sagt die Psychologin und Karriereberaterin Claudia Hiermaier aus Freiburg. Denn der andere lasse die kränkenden Worte gar nicht an sich heran.

Kritik als Wunsch formulieren

Das vermeiden Mitarbeiter, indem sie Kritik als Wunsch verpacken. Statt «Ich möchte nicht, dass Sie mich anschreien» sagen sie etwa: «Ich wünsche mir, dass wir das nächste Mal in einer stressigen Situation einen ruhigen Umgangston bewahren.»

Beispiele für die Kritik geben

Damit der andere auch weiß, was gemeint ist, sollten Mitarbeiter immer konkrete Beispiele für ihre Kritik geben. Zunächst beschreibt man am besten die vergangene Situation so genau, dass der andere sich erinnern kann. Im Anschluss sollte erklärt werden, was für ein Verhalten Mitarbeiter sich in dieser Situation gewünscht hätten.

Quelle: dpa
(Bilder: Faakhir Rizvi/ www.sxc.hu ; Bob Smith/ www.sxc.hu ; sanja gjenero / www.sxc.hu ; Acer)