Denkmalpfleger
Schön vorsichtig - Denkmalpfleger müssen beim Umgang mit Relikten aus der Vergangenheit behutsam vorgehen. dpa

Denkmalpfleger: Arbeiten an den Spuren der Zeit

Denkmalpfleger haben in Deutschland auch zukünftig jede Menge Arbeit. Welche Ausbildung man für den Beruf Denkmalpfleger braucht, was man verdient und wo man einen Job findet.

Arbeit für Denkmalpfleger gibt es in Deutschland genug. Ganze Altstädte, Burgen, Schlösser, Kirchen, Parkanlagen, technische Bauten und modernere Alltagsarchitektur müssen für die Nachwelt erhalten werden. Aktuell fließen dafür jährlich rund sechs Milliarden Euro in die Denkmalpflege. Die Aufgabe erfordert Experten, damit die Relikte aus der Vergangenheit eine Zukunft haben.

Ausbildungswege zum Denkmalpfleger

Die Begeisterung für alte Häuser, Burgen und Schlösser ist immer eine gute persönliche Voraussetzung für den Beruf als Denkmalpfleger. Unabdingbar ist das Kunstgeschichte Studium, um als wissenschaftlicher Denkmalpfleger arbeiten zu können.

Volontariat für angehende Denkmalpfleger

Einem Hochschulabschluss, möglichst mit Promotion, folgt in der Regel ein auf zwei Jahre angesetztes wissenschaftliches Volontariat. Für ein Volontariat bei einer Denkmalschutzbehörde gibt es verbindliche Ausbildungspläne. Kunsthistoriker erfahren Details über die Organisation und die Aufgaben der mit dieser Thematik befassten Stellen und werden in die gesetzlichen Bestimmungen des Denkmalschutzes eingewiesen, die für die Arbeit unverzichtbar sind. Die Vergütung in dieser Zeit beträgt ungefähr die Hälfte des Einstiegsgehalts für Akademiker beim öffentlichen Dienst - also um die 1500 Euro im Monat.

Wismar: Marktplatz Schöner Arbeitsplatz für Denkmalpfleger: der unter Denkmalschutz stehende, genau 100 mal 100 Meter große Marktplatz von Wismar. dpa

Wo finden Denkmalpfleger einen Job?

Arbeit für Denkmalschützer gibt es eigentlich genug. Die Zahl der geschätzten Denkmäler in Deutschland liegt bei fast einer Million, davon erfasst sind gut 700.000. Denkmalschutz in Deutschland fällt in die Zuständigkeit der Bundesländer, und so gibt es entsprechend viele Denkmalschutzgesetze und Fachbehörden. Dazu kommen Abteilungen bei den Städten und Landkreisen. Auch private Einrichtungen und Stiftungen beschäftigen diese Experten - so wie in Thüringen, wo die Stiftung Thüringer Schlösser und Gärten für ihre Objekte per Gesetz die Funktion einer Denkmalschutzbehörde übernimmt. Geschätzt 500 bis 550 solcher wissenschaftlich ausgebildeten Fachleute gibt es derzeit bei den zuständigen Behörden in Deutschland.

Arbeitsalltag als Denkmalpfleger

Die Arbeit eines Denkmalschützers ist vielseitig: Wenn er als Gebietskonservator arbeitet, muss er jeweils vor Ort sein. Wer für die Inventarisierung zuständig ist, geht nach vorheriger Besichtigung der Objekte und entsprechender Recherchen ins Büro und arbeitet am Schreibtisch und Computer. Dann sind zum Beispiel Gutachten zu erstellen und Empfehlungen auszuarbeiten. Denkmalschützer haben auch viel mit anderen Menschen zu tun. Beispielsweise wenn es darum geht, wie ein denkmalgeschütztes Haus renoviert werden kann.

Gehalt von Denkmalpflegern

Das Gehalt für ausgebildetet Denkmalpfleger, die bei einer Behörde arbeiten, richtet sich nach dem Tarifvertrag für den höheren Dienst und liegt zwischen etwa 2800 und 4500 Euro pro Monat plus etwaiger Zuschläge.

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Quelle: kra/berlin.de/dpa
(Bilder: dpa; Faakhir Rizvi/ www.sxc.hu ; Bob Smith/ www.sxc.hu ; sanja gjenero / www.sxc.hu ; Acer)