Veranstaltungstechniker planen und organisieren Licht- und Bühnentechnik bei Konzerten und Events. Sie müssen körperlich fit sein und flexible Arbeitszeiten akzeptieren.
Jeden Tag gibt es bundesweit Konzerte, Shows, Sportevents, Theateraufführungen, Filmaufnahmen, Messen und Kongresse, die ohne Veranstaltungstechniker nicht stattfinden könnten. Die Branche setzt jährlich Milliarden um und ist an qualifiziertem Nachwuchs interessiert.
Um Veranstaltungstechniker zu werden, muss man körperlich fit und schwindelfrei sein. Verlangt werden außerdem Belastbarkeit, Freude an Teamarbeit, Improvisationstalent und Durchsetzungskraft. «Diese Fachkräfte müssen zu unpopulären Zeiten, nachts und an Wochenenden, richtig schwer arbeiten», sagt Ellen Kirchhoff vom Verband für Medien und Veranstaltungstechnik (VPLT) in Langenhagen bei Hannover.
Die geregelte Ausbildung in dem Beruf gibt es erst seit 1998. Bis dahin wurden Kräfte aus allen möglichen Bereichen eingesetzt. «Heute ist es ohne Abschluss schwer, einen Job zu bekommen», sagt Kirchhoff. Und Gert Zinke vom Bundesinstitut für Berufsbildung (BIBB) in Bonn verweist darauf, dass nach dem Berufsbildungsgesetz zwar keine bestimmte Schulbildung für einen Ausbildungsplatz vorgeschrieben ist. «Doch im Jahr 2009 begannen 1182 zukünftige Fachkräfte für Veranstaltungstechnik ihre Ausbildung. 47 Prozent von ihnen besaßen die Hochschulreife und 37 Prozent einen mittleren Bildungsabschluss.» Über den Hauptschulabschluss verfügten 11 Prozent, während 2 Prozent keinen Schulabschluss vorweisen konnten.
Der Beruf ist nach wie vor eine Männerdomäne. «Der Anteil weiblicher Auszubildender beträgt unter 10 Prozent», so Assenmacher. Nur etwa 70 Prozent der Azubis bestehen die Abschlussprüfung. «Für das Examen müssen nämlich ausreichende elektrotechnische Kenntnisse vorhanden sein», erklärt er die hohen Durchfallquoten. Die Ausbildung vermittelt jedoch das in diesem Beruf notwendige Wissen über elektrische Anlagen.
Ausbildungsplätze bieten Veranstalter, Messe- und Kongressgesellschaften, Bühnen sowie Radio- und Fernsehstationen. Die Branche empfiehlt frühzeitige Bewerbungen, «möglichst nach einem entsprechenden Praktikum», wie Kirchhoff sagt. Die Ausbildung in Betrieb und Berufsschule dauert drei Jahre.
Die Ausbildung wird in den zwei Schwerpunkten Aufbau und Durchführung sowie Aufbau und Organisation angeboten. In den ersten Bereich fallen etwa Open-Air-Konzerte und Kongresse, die zweite Richtung konzentriert sich auf Ausstellungen. Im dritten Berufsschuljahr müssen sich die Azubis endgültig für eine der beiden Möglichkeiten entscheiden. Profis empfehlen eine weitergehende Spezialisierung beispielsweise auf Spezialeffekte wie Feuerwerk oder Lichtspektakel.
Die Vergütung richtet sich überwiegend nach regionalen, tarifvertraglichen Vereinbarungen und kann je nach Arbeitgeber sehr unterschiedlich sein. Unverbindlich nennt die Bundesagentur für Arbeit die Staffelung von 531 Euro im ersten, 619 Euro im zweiten und 707 Euro im dritten Lehrjahr.
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