Landschaftsarchitekt
Zu den Aufgaben des Landschaftsarchitekten gehört das Planen und Anlegen von Grünflächen. dpa

Landschaftsarchitekt: Gestalter mit Blumen und Pflanzen

Gärten entwerfen, Landschaften gestalten: Landschaftsarchitekten brauchen viel Fantasie- und einen grünen Daumen.

Gärtner pflanzen Blumen und legen Grünflächen an. Wohin die jeweiligen Stauden, Büsche und Co. gesetzt werden sollen, legen hingegen Landschaftsarchitekten fest.

In diesem Job sind Vorstellungsvermögen und Kreativität gefragt. Denn je einfallsreicher der Landschaftsarchitekt ist, desto einladender werden Parks und Plätze. «Der Landschaftsgärtner pflanzt den Baum, und wir sagen, wohin der Baum kommt», bringt es Landschaftsarchitektin Anette Dupper aus Bad Friedrichshall in Baden-Württemberg auf den Punkt.

Fantasie ist notwendig

Das hört sich zunächst einfach an. In der Praxis ist es das aber keineswegs. So kann der Landschaftsarchitekt eine Grünfläche nicht einfach nach Gutdünken am Reißbrett entwerfen. Er muss dabei die Eigenschaften des Untergrunds, die Tragkraft der zu verlegenden Steine und vieles mehr beachten. «Man muss sich immer vorstellen können, wie es nachher aussieht», sagt Dupper.

Voraussetzungen für Landschaftsarchitekten

Der Weg zum Landschaftsarchitekt führt in der Regel über ein entsprechendes Studium. An der Technischen Universität Dresden etwa werden Themen wie Pflanzenkunde, Gartendenkmalpflege, Freiraumplanung, Botanik und Klimafragen durchgenommen. Studenten sollten sich zum einen für das künstlerische Gestalten interessieren. Und sie brauchen ein Faible für die Natur. Außerdem sind der Uni zufolge eine gute Beobachtungsgabe, räumliches Vorstellungsvermögen und technisches Verständnis wichtig.

Aufgaben des Landschaftsarchitekten

Zu den Aufgaben des Landschaftsarchitekten zählt zunächst die Entwurfsarbeit. «Sie planen Freiräume innerhalb und außerhalb besiedelter Gebiete», erläutert Detlev Tönnies vom Bundesverband Garten-, Landschafts- und Sportplatzbau in Bad Honnef in Nordrhein-Westfalen.

Das betrifft Flächen mit und ohne Pflanzen - etwa Spielplätze, Schulhöfe, Verwaltungsgebäude, Parkplätze oder Krankenhäuser. «Wir legen die Materialien und Formen des Platzes fest», erklärt Dupper. Aber auch Haus- und Wintergärten sowie Innenhöfe werden nach den Wünschen von Kunden gestaltet.

Beruf mit Umweltgedanken

Der Architekt muss sich auch um die Belange der Bürger kümmern, die von den Vorhaben in Fußgängerzonen und Promenaden betroffen sind. Nach Angaben des Bundes Deutscher Landschaftsarchitekten in Berlin gehört es daher zum Job, Planungsprozesse als Koordinator und Moderator bis zum erfolgreichen Abschluss zu begleiten.

Landschaftsarchitekten tragen viel Verantwortung für die Umwelt. Bei einer noch so pfiffigen Idee dürfen sie ökologische Zusammenhänge nicht außer Acht lassen. Nehmen sie an einer Stelle Bäume weg, müssen sie dafür sorgen, dass an anderer Stelle wieder Bäume gepflanzt werden. «Ein Landschaftsarchitekt bewertet, welcher Schaden für die Natur wieder ausgeglichen werden muss», erklärt Dupper. Steht das Konzept, sorgen die Experten dafür, dass die als Ausgleich gedachten Pflanzen auch wirklich in die Erde kommen.

Jobaussichten

Nach dem Studium einen Arbeitsplatz in dem Beruf zu finden, ist gar nicht so einfach. «Der Markt ist gesättigt», warnt Dupper. «Es gibt mehr Studienplätze, als nachher Stellen frei sind.» Wer dennoch einen Job findet, kommt zum Beispiel in einem Planungsbüro unter. Im öffentlichen Dienst gibt es angestellte oder verbeamtete Architekten. Ansonsten haben auch Firmen aus dem Bereich der Landschaftsgärtnerei Bedarf für die Architekten.

Quelle: dpa

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(Bilder: dpa; Faakhir Rizvi/ www.sxc.hu ; Bob Smith/ www.sxc.hu ; sanja gjenero / www.sxc.hu ; Acer)