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Arbeitsmarktprognose 2012 in Berlin

Arbeitsmarktprognose 2012 in Berlin iStock/Picha

Arbeitsmarktprognose 2012 in Berlin - was kann erwartet werden

Berlin ist eine besondere Stadt mit einer besonderen Struktur. Auch wenn es hier einen hohen Anteil von Einwohnern gibt, die über keinen Schulabschluss verfügen und somit auch keine Ausbildung absolvieren, sieht das Bild für die, die eine bessere Qualifizierung haben, gut bis sehr gut aus. Es kam im letzten Jahr sogar zu nicht besetzten Stellen, was dafür spricht, dass es einige Branchen gibt, denen es wieder gut geht. Wie in www.berlin.de/Wirtschaft nachzulesen ist, betrifft diese Situation eine ganze Reihe von Bereichen, in denen sozusagen händeringend Beschäftigte gesucht werden. Um einige zu nennen, sind hier vor allem die Medien betroffen, aber auch die Informations- und Kommunikationstechnologie, Umwelt- und Energietechnik, der Maschinen- und Anlagenbau und, was sehr bedenklich ist, der Bereich Pflege und Gesundheit. Diese Betriebe würden also gerne noch mehr Einstellungen vornehmen, können dies aber nicht, weil sie nicht über ausreichend Kandidaten verfügen, die eine entsprechende Ausbildung aufweisen und zudem noch adäquate Praxiserfahrungen nachweisen können. Wer also, durchaus auch von außerhalb kommend, nach einem Job sucht , könnte in den erwähnten Branchen mit offenen Armen empfangen werden. Wie sich Nachfrage und Angebot regeln werden, ist also auch von der Flexibilität der potenziellen Mitarbeiter abhängig. Dennoch ist ein Grundproblem auch seitens des Berliner Senats erkannt worden. Eine Ausbildung, die ein Bewerber auf eine qualifizierte Stelle vor Jahren absolviert hat, befähigt ihn nicht unbedingt dazu, auf dem heutigen Arbeitsmarkt mitzuhalten, wenn er sich nicht kontinuierlich fortbildet. Diese Fortbildungen kosten aber Geld und Zeit, von daher müssen sie sozusagen implementiert werden, wenn Berlin auch als "Arbeitsplatz" attraktiv bleiben will. Ein Bereich, der wichtig ist und bleibt, in dem auch ungelernte Kräfte eine Chance haben, ist der der Gastronomie und Hotellerie. Berlin bleibt eine attraktive Stadt für Touristen aus aller Welt, und diese wollen untergebracht werden, verköstigt, so dass dieser Bereich mit Sicherheit viele Chancen bietet. Wenn jemand grundsätzlich Service orientiert ist, auch nichts gegen unregelmäßige Arbeitszeiten hat, hat er in diesen Branchen weiterhin gute Chancen. Auch der Einzelhandel wird als Arbeitgeber weiterhin wichtig bleiben. Hier  warten unregelmäßige Arbeitszeiten auf flexible Mitarbeiter, aber auf jeden Fall sind in diesem Bereich auch weiterhin Jobs zu finden.

(Bilder: iStock/Picha; Faakhir Rizvi/ www.sxc.hu ; Bob Smith/ www.sxc.hu ; sanja gjenero / www.sxc.hu ; Acer)