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Schimmel
Gerade in der feuchten Jahreszeit kann sich in der Wohnung Schimmel bilden. © dpa

Schimmel-Befall steigt in Herbst und Winter

In der feuchten Jahreszeit gedeiht Schimmel in der Wohnung besonders gut. Wie man ihn stoppt.

Schimmel in der Wohnung ist eine häufige Begleiterscheinung des feuchten Herbstwetters. Auch zu wenig Lüften oder zu sparsames Heizen im Winter, undichte Fenster oder Dächer können die Ursache dafür sein.

Feuchtigkeit lässt den Schimmel wachsen

In Neubauten sei Schimmel seltener - meist entsteht er durch zu wenig Lüftung. In Altbauten sind oft bauliche Schwächen im Wärmeschutz und Undichtigkeiten die Ursache.

Schimmelsporen finden sich unsichtbar in der Umgebung, aber erst bei Feuchtigkeit beginnt der Schimmel zu wachsen. Ideale Nährböden sind Tapetenkleister, Papier und andere organische Materialien.

Im Herbst öfter lüften

Bis zu 15 Liter Wasser werden in einem Vier-Personen Haushalt pro Tag als Wasserdampf abgegeben: durch Atmen und Schwitzen, sowie Kochen oder Wäsche trocknen. Dieser Wasserdampf muss durch Lüften beseitigt werden.

Im Herbst ist die Außenluft jedoch feucht. Deshalb muss öfter gelüftet werden als im kalten Winter. Sonst kann sich die Nässe an den auskühlenden Wänden, Decken oder in Ecken und an Kanten als feuchter Film niederschlagen.

Richtig Lüften und Heizen

Mehrmaliges Stoßlüften von 10 bis 15 Minuten ist die beste Methode, Schimmel zu vermeiden. Ausreichendes Heizen aller Räume beugt ebenso vor. Auch eine nachträgliche Dämmung der Außenwände hilft - dadurch kühlt die Gebäudehülle weniger aus.

Schimmel bekämpfen:

Alkohol oder Spiritus
Solange der Schimmel noch auf Wand, Tapete oder Kachel sitzt, kann er mit wenig Aufwand gezielt bekämpft werden - zum Beispiel mit Alkohol, Spiritus oder Isopropanol.

Dampfreiniger oder Chlorreiniger
Tiefer sitzende, schon abgetötete Schimmelpilze in Fugen können mit Dampfreinigern beseitigt werden. Im fortgeschrittenen Stadium kann hochprozentiger Alkohol oder ein Chlorreiniger dem Schimmel zu Leibe rücken.

Schimmel ist gesundheitsschädlich

Schimmelpilze erzeugen schlechte Gerüche, können zu Schäden am Putz führen und schaden der Gesundheit. Die Pilzsporen werden über die Atemwege oder die Haut aufgenommen. Bei einigen Schimmelpilzen wird vermutet, dass sie Lungenerkrankungen und Allergien hervorrufen.

Quelle: dpa
(Bilder: Stephanie Hofschlaeger / www.pixelio.de ; Immobilien Scout GmbH; Patrick Lebeda / www.sxc.hu ; www.b2b-deutschland.de ; Birgit Lieske / www.pixelio.de )