Was tun, wenn der Brief nicht im Kasten landet? Wo und wie Post- Kunden nachforschen können und welche Post- Versandarten sicherer sind.
Ob Geburtstagskarte mit Bargeld oder ein lang erwarteter Brief: Jeder möchte, dass seine Briefe sicher, verlässlich und unbeschadet ankommen. Doch das ist nicht immer der Fall. Manche Briefe gehen verloren, sind beschädigt oder aufgerissen. Was Kunden der Post bei Verlust von Briefen tun können, ob und in welcher Höhe die Post bei Verlust haftet und welche Versandarten am sichersten sind.
Zunächst einmal heißt es abwarten. Denn laut ihren AGBs gibt die Deutsche Post keine zeitlichen Garantien für die Zustellung. Das heißt, dass die Deutsche Post bei normalen Briefsendungen keine bestimmte Lieferfrist garantiert. Als verloren gilt bei der Post eine Sendung erst, wenn sie nicht innerhalb von 20 Tagen nach Einlieferung an den Empfänger zugestellt wurde und ihr Verbleib nicht ermittelt werden kann.
Wurde der Brief als normale Briefsendung verschickt, also unversichert, haftet die Post bei Verlust in keinster Weise. Was bleibt? Auf der Service-Internetseite der Post kann man via Kontaktformular eine Mail an die Post schreiben.
Ja, aber das wird teuer. Zwar bietet die Post ein sogenanntes "Servicetelefon" an, aber dies darf der Anrufer mit aktuell bis zu 14 Cent pro Minute selbst zahlen. Deshalb sollten Post-Kunden unbedingt den kostenlosen Rückrufservice der Post nutzen, der Hinweis darauf findet sich auf der Post-Internetseite zu "Reklamationen und Beschwerden".
Nein, eine Sendung zurückzuverfolgen ist nur möglich, wenn der Brief als Einschreiben versandt wurde. Dann kann man den Brief ggf. zurückverfolgen lassen, also den Ort, an dem sich der Brief aktuell befindet, mittels einer Sendungsverfolgungsnummer ausfindig machen lassen.
Die Deutsche Post haftet laut AGBs bei Verlust oder Beschädigung nur, wenn für Sendungen Zusatzleistungen bezahlt wurden. Bei Briefen ist dies beispielsweise ein Einschreiben. Der Haftungsumfang beläuft sich auf festgelegte Höchstbeträge. Den Ersatz von Schäden, zum Beispiel entgangene Gewinne oder Zinsen, schließt die Post aus.
Bei einem Einschreiben wird der Brief nur ausgeliefert, wenn der Empfänger oder ein anderer Empfangsberechtiger den Brief entgegen nimmt (zum Beispiel ein Mitbewohner oder Nachbar).
Es gibt drei Varianten des Einschreibens, sie kosten aktuell zusätzlich zur Briefmarke zwischen 2,05 Euro und 3,85 Euro.
1. Einschreiben eigenhändig: Die Sendung wird nur an den Empfänger persönlich oder an einen von ihm ausgewählten besonders Bevollmächtigten übergeben.
2. Einschreiben per Einwurf: Die Post dokumentiert, dass die Sendung in den Briefkasten oder das Postfach des Empfängers eingeworfen wurde.
3. Einschreiben mit Rückschein: Man erhält zusätzlich zum Einlieferungsnachweis eine Empfangsbestätigung mit der Originalunterschrift des Empfängers/ Empfangsberechtigten, die den Erhalt der Sendung dokumentiert.
Wenn man eine der oben genannten Einschreiben-Varianten der Deutschen Post genutzt hat, erhält man an der jeweiligen Poststelle bei Abgabe des Briefes eine Sendungsverfolgungsnummer. Diese kann man online bei der Post, zusammen mit dem Versanddatum des Briefes, eingeben oder auch bei der Service-Nummer der Post anrufen. Im Normalfall erfährt man dann, wo der Brief sich gerade befindet. Ist der Brief nicht auffindbar, kann man bei der Post nachforschen lassen.
Die Haftungshöchstbeträge der Deutschen Post liegen bei Brief- und briefähnlichen Sendungen per Einschreiben zwischen 20 und 25 Euro. Bei einer Nachnahme
wird nach Ablieferung der Sendung der Nachnahmebetrag zurückerstattet.
Man sollte darauf achten, auf der Rückseite eines Briefes immer den Absender zu vermerken. Wenn keine Zustellung möglich ist, kommt der Brief auch bei unversichertem Versand an den Absender zurück.
Ansonsten gilt: Keine hohen Barbeträge in Briefen mitschicken, das Verlustrisiko ist hoch. Gestohlenes Geld aus Briefen ist nicht versichert. Folglich sollte man bei höheren Beträgen, die mit der Post verschickt werden, eine sichere Versandmethode, am besten mit persönlicher Übergabe, wählen.
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