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Fledermäuse: Tipps für den richtigen Umgang
Fledermäuse können Tollwut übertragen. Deshalb sollte man auf den richtigen Umgang achten. © dpa

Fledermäuse: So schützen Sie sich vor Fledermaustollwut

Berlin gilt als Tollwut frei, dennoch kommt es gelegentlich zu Fällen von Fledermaustollwut. Fünf Tipps, wie man sich am besten verhält, wenn man eine Fledermaus findet.

Tollwut kommt bei Fledermäusen immer mal wieder vor. Das Fledermaus-Tollwutvirus vom Typ EBLV-1 unterscheidet sich vom klassischen Virus der Fuchstollwut. In Berlin wird es bei etwa fünf Fledermäusen pro Jahr festgestellt. Bei Menschen und anderen Tieren wird es nur sehr selten nachgewiesen.

Kein Fall von Übertragung auf Menschen in Berlin bekannt

In Berlin ist bislang kein Fall bekannt, in dem ein Mensch an Fledermaustollwut erkrankt wäre. Europaweit gab es vier Todesfälle beim Menschen in den vergangenen 40 Jahren. Dennoch kann eine einmal ausgebrochene Infektion beim Menschen und auch bei Haustieren zum Tode führen.

Fledermäuse stehen unter Artenschutz

Fledermäuse stehen unter Artenschutz. Ihre Bestände sind bedroht und von sich aus suchen die Tiere keinen Kontakt zum Menschen. Eine aufgefundene Fledermaus muss nicht zwangsläufig an Tollwut erkrankt sein. Es kann sich auch um Jungtiere handeln, die sich verflogen haben oder um Tiere, die aus anderen Gründen verletzt sind. Generell gelten beim Umgang mit aufgefundenen Fledermäusen Regeln, die man beachten sollte.

Regeln zum Umgang mit Fledermäusen:

1. Fledermäuse nicht anfassen

Eine aufgefundene Fledermaus sollte möglichst nicht angefasst werden! Falls es sich nicht vermeiden lässt, das Tier nicht mit bloßen Händen anfassen. Fledermäuse sind Wildtiere und somit in ihren Reaktionen unberechenbar.

2. Rat von Sachverständigem einholen

Bevor man eine Fledermaus aufhebt, sollte man sich Rat bei einem der Berliner Fledermaus-Sachverständigen einholen (Adressen s. Link).

3. Nach Kontakt mit einer Fledermaus Hände waschen

Nach dem Kontakt mit einer Fledermaus sollte man gründlich die Hände waschen.

4. Bei Kratzern oder Bissen sofort einen Arzt aufsuchen

Wurde man gebissen oder gekratzt, sollte man sich unbedingt an einen Arzt oder direkt an die Tollwut-Impfberatung der Charité (Telefon: 030/301166) wenden.

5. Hunde und Katzen gegen Tollwut impfen

Hunde und Katzen müssen gegen Tollwut geimpft werden, auch wenn das Tier keinen Freigang hat. In seltenen Fällen verirren sich Fledermäuse nämlich auch in Wohnungen und können so von der Katze gefangen werden.

Quelle: BerlinOnline/ Senatsverwaltung für Justiz und Verbraucherschutz
(Bilder: Stephanie Hofschlaeger / www.pixelio.de ; Immobilien Scout GmbH; Patrick Lebeda / www.sxc.hu ; www.b2b-deutschland.de ; Birgit Lieske / www.pixelio.de )