Mit oder ohne Beutel, welche Düsen braucht man und wie viel Watt müssen sein? Tipps zum Staubsaugerkauf.
Bei der Vielzahl an Modellen ist die Entscheidung für einen Staubsauger schwer. Denn es gibt unterschiedliche Typen, Leistungswerte und Düsen. Auch die Entscheidung Beutel oder Staubbox ist für manche Menschen fast eine Glaubensfrage.
Klassische Bodenstaubsauger sind für die meisten Haushalte zu empfehlen. Sie sind komfortabel, da das Gehäuse mit Motor, Gebläse, Filter und Staubbeutel oder Staubbox auf dem Boden liegt und nicht getragen werden muss. In kleinen Wohnungen blieben Bodensauger aber oft hängen, sagt Jörg Siebolds von der Stiftung Warentest in Berlin. Handstaubsauger sind in diesem Fall praktischer. Dafür könne das Gewicht stören, erklärt Siebolds. Denn das Gehäuse ist am Saugrohr befestigt.
Staubsauger werden mit und ohne Staubbeutel angeboten. «Bei beutellosen Modellen fallen zwar keine Folgekosten für neue Beutel an», sagt Silvia Frank vom Netzwerk Haushalt. Allerdings könne das Entsorgen des in der Staubbox aufgefangenen Staubes in geschlossenen Räumen «eine schmutzige Angelegenheit» werden. Denn beim Transport und Ausleeren des Behälters könnten sich Staubpartikel wieder im Raum verteilen.
Die Box müsse zudem ausgewaschen und gut getrocknet werden. Frank empfiehlt Vliesstaubbeutel. Diese Beutel ließen sich in der Regel beim Herausnehmen verschließen, so dass kein Staub entweichen kann.
Ein wichtiges Kriterium beim Kauf von Haushaltsgeräten ist der Stromverbrauch. «Dieser ist bei Staubsaugern allerdings schwierig einzuschätzen», sagt Irmgard Czarnecki von der Verbraucherzentrale in Bremen. Denn für Staubsauger gebe es, anders als bei Waschmaschinen, Kühlschränken und anderer weißer Ware, kein Energie-Label. Das kritisieren die Verbraucherzentralen schon lange.
Effizienz hängt von der Saugwirkung ab
Aus der maximalen Aufnahmeleistung eines Staubsaugers kann der Stromverbrauch aber errechnet werden. Es lasse sich daraus allerdings pauschal keine Aussage zur Effizienz eines Gerätes machen, betont die Deutsche Energie-Agentur (dena). Denn entscheidend sei, wie gründlich ein Gerät reinigt.
Das hängt von der Saugwirkung ab. Die wird in Prozent angegeben und für die Bodenbeläge Hartboden und Teppich ausgewiesen. Ein energieeffizienter Staubsauger kann schon mit geringer Leistungsaufnahme eine hohe Saugwirkung erreichen.
«Kraftprotze mit viel Watt leisten nicht unbedingt bessere Arbeit», betont auch Siebolds. Vielmehr müsse die Gesamtkonstruktion des Geräts stimmen: «Ein Porsche mit starkem Motor und schlechten Trabi-Reifen kann ja auch nicht die Leistung auf die Straße bringen, die man von ihm erwartet.»
Düsen für jeden Bodenbelag
«Ein Staubsauger braucht eine gute Düse», ergänzt der Warentester Siebolds. Denn wenn die Düse den Staub nicht richtig einfängt, nützt der beste Sauger nichts. Zur Standardausstattung jedes Bodenstaubsaugers gehören die kombinierte Glattboden- und Teppichdüse sowie die Fugendüse. In der Regel seien die Polsterdüse und der Saugpinsel ebenfalls dabei.
Für viele Geräte werden weitere Spezialdüsen und -bürsten angeboten. «Elektrosaugbürsten auf Teppich sind zu empfehlen, wenn im Haushalt Haustiere leben», erklärt Frank. Bei Parkett sei eine spezielle Parkett-Düse ratsam. Denn bei kombinierter Glattboden- und Teppichdüse besteht die Gefahr, das Parkett zu zerkratzen - zum Beispiel wenn die Düse schon leicht beschädigt ist.
Staubroboter nur bedingt ratsam
Viele empfinden Staubsaugen als eine lästige Hausarbeit. Mittlerweile lässt sich diese an einen Roboter «delegieren», der selbstständig arbeitet. Saugroboter haben eingebaute Sensoren, die es ihnen ermöglichen, selbstständig die Wohnung zu reinigen. Hindernisse werden erkannt und umfahren.
«Staubroboter stürzen nicht auf Treppen ab und ecken auch nicht an», berichtet Frank. Sie hält sie aber dennoch für wenig praktisch, da sie nach dem Zufallsprinzip arbeiten.
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