Eine Garderobe muss in den Flur passen, Stauraum bieten und soll toll aussehen: So lösen Heimwerker die kniffelige Aufgabe.
In einer Garderobe müssen jede Menge Sachen verstaut werden: Jacken, Mäntel, Mützen, Schuhe, Taschen, Schirme. Und das auch noch im Flur, einem Raum der meist nicht viel Paltz hergibt. Es gibt aber Garderoben-Lösungen, die sich mit ein paar Handgriffen sogar selber bauen lassen und absolute Hingucker sind.
Ist im Flur genug Platz?
Bevor der Heimwerker loslegt, sollte er allerdings genau überlegen, was alles an der Garderobe Platz haben muss - und wie viel die Garderobe selbst einnehmen darf. Denn gerade Flure sind oft eher schmal geschnitten. Kleiderbügel zum Beispiel ragen dann häufig zu weit in den Raum hinein und beengen den Durchgang. Oft eignet sich in diesem Fall eher eine Hakenleiste, bei der die Mäntel flach an der Wand hängen.
Zudem muss geklärt werden, wo neben den Jacken Hüte, Schals, Regenschirme und Schuhe verstaut werden können. Ebenfalls eine Rolle spielt, ob Kinder im Haus sind, die niedrigere Haken benötigen als die Erwachsenen. Und dann geht es natürlich um das Design der Garderobe. Sinnvoll ist es daher, sich nach Vorbildern umzuschauen, z. B. in Möbelhäusern, Zeitschriften oder im Internet.
Zuerst: Eine Zeichnung und eine Materialliste
Erste Schritte zur Garderobe Marke Eigenbau sind eine genaue Zeichnung und eine Materialliste, damit nicht mittendrin plötzlich ein paar Schrauben oder Bretter fehlen. Auch die Beschaffenheit der Flurwände ist ein Aspekt, den der «Do-It-Yourselfer» vor Baubeginn prüfen sollte. «Jacken und Mäntel können einiges wiegen», erklärt Hermann. «Deswegen sollte die Wand, an die eine Garderobe gehängt wird, fest genug sein und es muss der passende Dübel zum vorhandenen Mauerwerk gewählt werden.»
Bei der Materialauswahl sind kaum Grenzen gesetzt. «Rohre oder gehobelte Holzlatten sind für den Laien am einfachsten zu bearbeiten», sagt Christian Lehmann. Aber auch Metall, Spiegelplatten, Acryl, Porenbetonsteine oder Gipskarton sind denkbar.
Kreative Lösungen finden
Aus ungewöhnlichen Materialien können selbst Heimwerker ohne große Erfahrung individuelle Garderoben bauen. Schon eine einfache Hakenleiste wird mit etwas Fantasie zum Hingucker, wenn zum Beispiel künstliche Hirschgeweihe oder Maurerkellen als Aufhänger dienen.
Auch «Pömpel», also Saugglocken für Kloverstopfungen, lassen sich zu einer extravaganten Garderobe umfunktionieren. Wenn man die an der Wand montiert und in die Griffe Schlitze sägt, kann man daran prima Kleiderbügel aufhängen. Eine Kleiderstange für Fußballfans kann auch eine ausgediente Kickerstange sein, deren Figuren als Haken dienen. Oder zwei Vogelhäuschen seitlich aufgehängt mit einer Kleiderstange im Einflugloch - so etwas hat nicht jeder im Flur.
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