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Kinderzimmer
Fröhliches Chaos oder irrsinnige Unordnung? Kinderzimmer brauchen ein Konzept. © dpa

Kinderzimmer: Tipps für Möbel und Gestaltung

Viel Stauraum, vorsichtige Farbakzente, Platz zum Toben: So wird das Kinderzimmer zum ordentlichen Spielplatz.

Mit einem durchdachten Raumkonzept lässt sich ein Kinderzimmer in den Griff bekommen und permantes Chaos vermeiden. Aber: «Ein Kinderzimmer entspricht nicht immer dem Geschmack der Erwachsenen», sagt die Einrichtungsberaterin Constanze Köpp aus Hamburg. Und es müsse auch nicht in das Gesamtbild der Wohnung passen. Das Kinderzimmer sei immer eine komplette kleine Wohnung mit Bereichen zum Schlafen, Ausruhen, Spielen und Arbeiten. Köpp bezeichnet es auch als «aktiven Raum».

Kinderzimmer: Möglichst wenig Möbel

Eingerichtet werden sollte das Kinderzimmer möglichst gemütlich und praktisch. «Ein kuscheliges Bett, ein Regal, eine Sitzgelegenheit, eine schöne Lampe, ein gemütlicher Teppich», zählt Köpp die wichtigsten Möbel auf. Viel mehr sollten es ihrer Ansicht nach auch nicht werden, damit genug freier Raum zum Spielen bleibt.

Stauraum muss im Kinderzimmer sein

Besonders viel Wert legen Wohnexperten im Kinderzimmer auf den Stauraum. Der muss nicht nur großzügig bemessen sein, sondern auch möglichst intelligent organisiert - sonst ist der familiäre Aufräumfrust programmiert.

«Kinder müssen leicht an ihre Sachen herankommen, ohne dass ihnen dabei etwas auf die Füße fällt», erklärt die Innenarchitektin Katharina Dobbertin aus Hamburg. Bewährt haben sich ihrer Erfahrung nach zum Beispiel Regale, in denen die Spielsachen in Kisten aufbewahrt werden. Zur leichteren Orientierung werden an der Vorderseite Fotos oder Bilder mit dem jeweiligen Inhalt der Kiste angebracht.

Kiderzimmer-Farben vorsichtig dosieren

Ein rotes Bett, ein blauer Teppich, ein fröhlich gemusterter Vorhang und dazu eine lustige Tapete: In manchen Kinderzimmern scheint eine wahre Farbexplosion stattgefunden zu haben. So vorsichtig mit kräftigen Tönen in den anderen Räumen umgegangen wird, so sehr wird sich oft im Kinderzimmer ausgelebt - Wohnexperten wie Katharina Semling aus Oldenburg sehen das jedoch kritisch: «Das Thema bunt können nur wenige, das ist eine hohe Kunst.»

Farben gezielt einsetzen

Da es durch die vielen Spielsachen im Kinderzimmer ohnehin immer bunt zugeht, sollte bei der Einrichtung Farbe lieber äußerst dosiert eingesetzt werden. «Ein bunter Teppich, Vorhänge, ein Betthimmel», zählt Katharina Dobbertin mögliche Farbkleckse auf. Mit gezielt verwendeten Farben könne das Kinderzimmer auch in Bereiche gegliedert werden. Der bunte Teppich stehe dann zum Beispiel für die Spielzone. Zurückhaltende Töne am und um das Bett herum stehen für den Erholungsbereich.

Durcheinander von Formen und Farben stresst nur

Auch wenn Kinder gerne jeden Tag aufs Neue ein riesiges Chaos in ihrem Zimmer verursachen - im Prinzip haben die meisten Mädchen und Jungen es doch gerne ordentlich und vor allem übersichtlich. «Ein Durcheinander von Formen und Farben stresst oft die Kinder, auch wenn sie es noch nicht so formulieren können», warnt Semling. Für die Eltern bedeutet das, das Kinderzimmer eher schlicht zu gestalten: Statt einer ganzen Sammlung quietschbunter Billigmöbel sind solide, unauffällige Stücke in der Regel die bessere Lösung.

Kinderzimmer regelmäßig ausmisten

Und um eine Sache kommt keine Familie herum: regelmäßig ausmisten, rät Constanze Köpp, selbst Mutter einer Tochter. «Zu viel überfordert Kinder einfach.» Alle paar Wochen sollten deshalb mit einem kritischen Blick Regale, Schränke und Kisten durchforstet werden - irgendetwas kann garantiert immer aussortiert werden.

Quelle: dpa

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(Bilder: Stephanie Hofschlaeger / www.pixelio.de ; Immobilien Scout GmbH; Patrick Lebeda / www.sxc.hu ; www.b2b-deutschland.de ; Birgit Lieske / www.pixelio.de )