Der Esstisch ist Mittelpunkt des Familienlebens und muss einiges aushalten. Woran bei der Anschaffung gedacht werden sollte.
Essen, Spielen, Basteln, Feiern - ein Tisch muss für alles Mögliche herhalten und dient häufig als Kommunikationszentrale für die Familie. Deshalb müssen nicht nur Papa, Mama und die Kinder Platz haben, sondern im Zweifelsfall ein paar Stühle mehr.
So ein Tisch sollte einiges aushalten: Von umgeschütteten Kakaobechern oder Weingläsern bis hin zu Kleberesten, Kratzern und so manchem Fingertapser wird dem Esstisch ganz schön was zugemutet.
«Ein Familientisch sollte grundsätzlich flexibel in der Nutzung und dabei nicht allzu empfindlich sein», sagt Brit Diekvoss, Redaktionsleiterin der Fachzeitschrift «Arcade». Flexibilität biete ein Tisch vor allem dann, wenn er sich mit ein paar Handgriffen ausziehen und dadurch vergrößern lässt.
«Manche Tische haben direkt eine Ausziehfunktion, bei anderen lassen sich zusätzliche Tischplatten hervorziehen und dazwischen legen», erklärt Ursula M. Geismann, vom Verband der Deutschen Möbelindustrie in Bad Honnef in Nordrhein-Westfalen.
Sinnvoll kann es außerdem sein, eine eher ovale Form als eine rechteckige zu wählen. «Runde Tische fördern die Kommunikation, denn der Kreis schließt sich harmonisch. Jeder hat einen unmittelbaren Nachbarn, und es gibt keinen Königsplatz am Kopfende», sagt die Einrichtungsexpertin Constanze Köpp aus Hamburg. Auch der ein oder andere Zusatzstuhl lasse sich am runden Tisch noch dazwischenquetschen.
Genau so wichtig wie die Form ist natürlich das Material. «Glas wirkt kühl und ist nur ansehnlich, wenn es lupenrein und streifenfrei ist», warnt Constanze Köpp. «Das ist eigentlich nur in Single-Haushalten möglich.» Allerdings haben Glastische den Vorteil, dass sich Verschüttetes mühelos wegwischen lässt.
Für Kinderfingertapser besser geeignet als Glas ist neben Kunststoff vor allem Holz. «Holz lebt und ist ein gesunder Mitbewohner», sagt Köpp. Allerdings muss Eltern klar sein: Auf einem Holztisch, selbst wenn er mit Schutzlack behandelt wurde, wird der Familienalltag immer Spuren hinterlassen.
«Kerzen tropfen, Rotwein kippt um, Kinder malen mit dem Filzstift über den Blattrand oder Klebereste vom Basteln bleiben zurück», zählt Geismann auf. Das muss aber nicht unbedingt ein Manko sein. «Es ist doch auch schön, wenn ein Tisch noch nach Jahren die Geschichten des Familienlebens erzählen kann», sagt Köpp.
Wichtig ist, beim Kauf eines Holztisches nicht das billigste Modell zu wählen. «Zu viele Astlöcher und Insektenfraßstellen beeinflussen im schlimmsten Fall die Statik», warnt Geismann. Aus ökologischer Sicht ist es außerdem sinnvoll, auf Material aus nachhaltiger Waldwirtschaft zu achten.
«Das hat eine ausgezeichnete Ökobilanz und ist extrem langlebig», so die Möbelfachfrau. Prüfsiegel wie «Geprüfte Sicherheit» (GS) oder der «Blaue Engel» garantieren darüber hinaus eine geringe Schadstoffbelastung - was gerade bei Familientischen sehr wichtig ist.
Daneben können manch kleine Details das Leben im Alltag einfacher gestalten. «Abgerundete Kanten sind bei Familien mit jüngeren Kindern ein Muss», sagt Jutta Ingala vom Unternehmen hülsta im nordrhein-westfälischen Stadtlohn.
Eine gute Idee seien außerdem die aus Großmutters Zeiten bekannten kleinen Schubladen am oder unter dem Tisch. «Die bieten nützlichen Stauraum für Besteck, Servietten und ähnliches.»
Egal ob rund oder eckig, Glas, Kunststoff oder eben Holz - vor dem Kauf sollte immer probegesessen werden, und zwar mit der ganzen Familie. Auch sollte zuvor Zuhause genau ausgemessen werden, wie groß der Tisch tatsächlich sein darf, damit er nicht den ganzen Raum dominiert - notfalls mit einer großen Pappe im entsprechenden Format, die auf den Fußboden gelegt wird.
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