Das Badezimmer ist zum Nah-Erholungsgebiet geworden- und es verschmilzt immer stärker mit dem Schlafzimmer.
Das Bild vom idealen Badezimmer hat sich in den vergangenen Jahren von der standardisierten Nasszelle hin zu einem Wohnbad gewandelt, das genauso der Entspannung, der Fitness und dem Spaß dient wie der Körperhygiene.
Zu verdanken ist diese Entwicklung vor allem dem französischen Designer Philippe Starck und seiner ersten Kollektion für eine Reihe von Sanitär-Herstellern im Jahr 1994. Nach und nach wurde as Bad wohnlicher, die Hersteller boten Badmöbel und komplette Badezimmerkonzepte an.
Bei wohnlichen Raumkonzepten werden die Sanitärprodukte nicht mehr an der Wand wie an einer Perlenschnur aufgereiht, sondern der gesamte Raum wird viel stärker mit einbezogen und möbliert. Auch müssen sich Planer mehr auf die Bedürfnisse der Bewohner einstellen.
«In vielen Bädern von Morgen wird es eine klare Trennung von Bad und Schlafzimmer nicht mehr geben», sagt Carsten Tessmer vom Hersteller Hansgrohe im baden-württembergischen Schiltach voraus. Ein Beispiel dafür sei das Design- und Raumkonzept der Gestalterin Patricia Urquiola für die Axor-Kollektion.
Bad und Schafzimmer sind ein perfektes Paar. Designer und Hersteller tragen einiges dazu bei, dem Wohlgefühl in den neuen Raumkonzepten eine wichtige Rolle einzuräumen. Im Idealfall wird der WC-Bereich ausgegliedert. Doch Waschtisch, Dusche und Wanne gehörten auf jeden Fall ins offene Badezimmer. Eine Sauna und ein Dampfbad vervollständigen das Ensemble zur viel zitierten «Wellness-Oase».
Auch hier haben die Hersteller auf die steigenden Ansprüche reagiert und wohnliche Konzepte entwickelt. Ein Beispiel hierfür ist die transparente Sauna-Kabine «Inipi» vom Hersteller Duravit aus dem saarländischen Hornberg, deren Holzrahmen Bad und Wohnbereich verbindet.
Eine völlige Verschmelzung von Bad und Schlafzimmer wird es nach Ansicht von Marcus Möllers vom Hersteller Kaldewei im nordrhein-westfälischen Ahlen aber nicht geben. Beim Einfamilienhaus gebe es jedoch die Tendenz, Elternschafzimmer und Bad miteinander zu verbinden - etwa über eine große Schiebetür. Dadurch bleibe genügend Platz, um sich diskret in einen abgeschlossenen Raum zurückziehen zu können.
Für ältere Bewohner ist eine Ausstattung erforderlich, die lange die Selbstständigkeit erhalte. Dies kann beispielsweise durch eine Dusch-Badewannen-Kombination erreicht werden, die mit Hilfe einer Schiebetür per Tastendruck in eine dichte Badewanne verwandelt werden kann.
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