Das Zuhause als Mittelpunkt des sozialen Lebens: Der Wohntrend Homing braucht andere Accessoires und Möbel.
Homing heißt der Trend beim Wohnen: Homing steht für ein großzügiges und kuscheliges Wohngefühl. Es löst das Cocooning ab, das in den vergangenen Jahren der Trend war: das Zurückziehen und Abschotten in den eigenen vier Wänden. Wie alle Wohn- Trends steht Homing auch für ein bestimmtes Image. Wer heute zeigen will, was er hat, investiert in die Wohnung - und lädt Freunde, Bekannte oder Kollegen ein, um es auch zu zeigen.
Als Cocooning wird die Tendenz bezeichnet, sich aus der Öffentlichkeit in das häusliche Privatleben zurückzuziehen. (Der englische Begriff Cocooning bedeutet verpuppen, sich in einen Kokon einspinnen.) Cocooning als Bezeichung für einen bestimmten Lebens- und Wohnstil wurde in den späten 1980er Jahren von der US-amerikanischen Trendforscherin Faith Popcorn geprägt, zuvor sprach man von Cosy Home. Soziologisch wird der Lebensstil Cocooning als Folge einer als immer bedrohlicher empfundenen Außenwelt erklärt, wie es beispielsweise in Krisenzeiten oder nach den Terroranschlägen am 11. September 2001 zu beobachten war.
Als Nachfiolger vom Cocooning erweitert der Wohntrend Homing das (sichere, kuschelige) Heim um den sozialen Faktor: Das eigene Zuhause wird zum sozialen Lebensmittelpunkt, wo man sich mit Freunden trifft und feiert. Gemeinsames Kochen ersetzt die Restaurantbesuche, Spieleabende finden statt oder man sieht sich gemeinsam Filme an.
Um Freunde bequem bewirten zu können, braucht es beim Homing einen großen Esstisch mit mehreren Stühlen. Der Tisch wird zum zentralen Treffpunkt in der Wohnung, an dem nicht nur gegessen und geredet sondern auch stundenlang Spiele gespielt werden.
Gemütlichkeit und natürlicher Anziehungspunkt: beides schafft ein Kamin. Kaminöfen und offene Kamine werden beim homing nicht wegen der vermeintlichen Heizkostenersparnis, sondern wegen der Gemütlichkeit verkauft. Hersteller haben darauf reagiert und bieten Kamine und Ethanolöfen an, die auch in Mietwohnungen ohne Abzug installiert werden können.
Typische Homing-Produkte werden Kissen mit Kordeln und Troddeln, Lüster, hochflorige Teppiche, Felle und Wolldecken sowie Kamine. Und Sofas werden bequemer, größer und weicher- perfekt zum Lümmeln.
Vorhänge und Gardinen sind nicht mehr glattgebügelt, sondern wirken durch einen Materialmix aus Baumwolle, Brokat und Seide fast schon dreidimensional. Auch Skulpturen wie Torsos und Halbakte schmücken die Wohnung. Ausgedient als Dekoration haben dagegen Reisesouvenirs, Buddhas und Terrakotta-Gefäße.
Bei den Farben für Möbel, Textilien, Wände und Dekorationen kann man vier Richtungen erkennen:
- englisches Grün und Schottenkaro («Herrenzimmer»)
- Sanfte Sorbet-Töne («Französischer Salon»)
- bunte Knallfarben («Kinderzimmer für Erwachsene»)
- schlichtes Weiß («Büro-Atmosphäre zu Hause»)
Die Tapete feiert weiterhin eine Renaissance. Weg vom Barockmuster, sind beim Homing vor allem Tattoo-Muster und Patina - eine verwischte Optik - angesagt. Die Holzoptik für den Boden oder auch die Zimmerdecke vermitteln Stabilität und Komfort.
Die Tapete feiert beim Homing eine Renaissance. Weg vom Barockmuster, sind beim Homing vor allem Tattoo-Muster und Patina - eine verwischte Optik - angesagt. Die Holzoptik für den Boden oder auch die Zimmerdecke vermitteln Stabilität und Komfort.
Das Wohnen geht draußen weiter: Der Garten wird immer mehr zum rweiterten Wohnraum. An kühleren oder verregneten Tagen sollen Wintergärten, überdachte Terrassen oder Loggien das Gefühl vermitteln, im Grünen zu sein.
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