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Preise für Heizöl steigen
Heizöl ist so teuer wie seit zwölf Jahren nicht mehr - dem frühen Wintereinbruch sei dank. © dpa

Heizöl-Preise steigen rasant

Mittwoch, 8. Dezember 2010 11:56 Uhr

Der frühe Wintereinbruch in Europa hat zu steigenden Preisen für Heizöl und damit auch für Dieselkraftstoff geführt. Damit ist Heizöl nun so teuer wie seit dem Sommer 2008 nicht mehr, als die Preise an die 100-Euro-Marke reichten.

Im bundesweiten Durchschnitt müssen die Verbraucher gegenwärtig 73,80 Euro für 100 Liter Heizöl bezahlen, heißt es auf der Internet-Seite des Technikherstellers Tecson. Laut dem Verbraucherportal easyoil lagen die Heizölpreise je nach Region am Dienstag (7. Dezember) bei 70 bis 72 Euro je 100 Liter, jeweils bei Abnahme von 3000 Litern.

Benzin und Heizöl werden teurer

Für Dieselkraftstoff muss der Autofahrer an vielen Tankstellen mehr als 1,30 Euro je Liter bezahlen, der Benzinpreis liegt nur noch wenig unter 1,50 Euro und damit ungefähr neun Cent höher als vor zwei Wochen. Entspannung ist nicht in Sicht. Schon in den vergangenen Monaten haben sich die Verbraucher mit Heizöl eingedeckt: Nach Angaben aus der Branche sind die Tanks gegenwärtig zu 63 Prozent gefüllt. Im Sommer waren es nur 50 Prozent.

Seit November steigen die Rohölpreise stärker an, die Sorte Brent aus der Nordsee hat zeitweise erstmals seit 2008 wieder die Marke von 90 Dollar je Barrel (153 Liter) erreicht. Zudem verliert der Euro gegenüber dem Dollar an Wert - damit sind alle preisbestimmenden Faktoren für die Benzin- und Heizölkäufer auf der ungünstigen Seite.

Eine Trendwende ist nicht in Sicht

«Die Preise für Ölprodukte auf dem europäischen Großmarkt in Rotterdam tendieren aufwärts», sagte eine Shell-Sprecherin in Hamburg. So verteuerte sich am Montag eine Tonne Diesel von 787 auf 794,50 Euro, Superbenzin von 836 auf 841 Euro. Die genauen Auswirkungen für die Autofahrer sind noch nicht genau absehbar, die Preise an den Tankstellen ändern sich täglich - zum Teil mehrmals. Weder beim Rohölpreis noch beim Dollarkurs zeichnet sich gegenwärtig jedoch eine Trendwende ab.

Quelle: dpa

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