Montag, 13. Dezember 2010 15:21 Uhr
Die niedrigen Gaspreise am Weltmarkt kommen nach Darstellung der Bundesnetzagentur nicht genügend beim Endverbraucher an. Versorger hätten noch Spielraum für Preissenkungen.
«Im internationalen Gashandel beobachten wir einen dramatischen Preisverfall, der bei den Verbrauchern nur teilweise ankommt», sagte Behördenchef Matthias Kurth der «Süddeutschen Zeitung». «Da gibt es durchaus noch Spielraum für Preissenkungen.» Kunden sollten den Anbieter wechseln, wenn es günstigere Konkurrenten gebe, riet Kurth den Kunden.
Zum Start der Heizperiode gibt es in Deutschland derzeit einen gespaltenen Markt: Während viele Gasversorger die Preise erhöhen, senken andere die Preise. Insgesamt sind die Preise seit 2009 im Schnitt im Abwärtstrend. International erreichten die Gaspreise Mitte 2009 einen Tiefstand. Die Verbraucher zahlen nach Einschätzung der Energieexpertin Claudia Kemfert (Deutsches Institut für Wirtschaftsforschung/Berlin) etwa das Dreifache der Preisnotierung an der Börse.
Nach Erhebungen der Bundesnetzagentur gingen die Gastarife für Haushaltskunden in der Grundversorgung zwar im Schnitt zurück, von 7,1 im April 2009 auf 6,5 Cent je Kilowattstunde ein Jahr später, wie die «Süddeutsche Zeitung» berichtete. «Das ist aber bei weitem nicht das, was bei Industrie- und Gewerbekunden ankommt, und bei weitem nicht das, was am Großhandel passiert.»
Der Wettbewerb beim Gas komme langsam in Gang, sagte Kurth. «Auch wenn die Preissenkungen der einzelnen Anbieter eher bescheiden waren, sparen Haushalte schon jetzt bis zu 300 Euro, wenn sie zu einem günstigeren Gasversorger wechseln.»
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