Montag, 13. Dezember 2010 15:07 Uhr
Wer nun seinen Gasanbieter wechselt, kann durchschnittlich 20 bis 25 Prozent der Kosten sparen. Das teilt der Bundesverband der Verbraucherzentralen mit. Zudem steigen Strompreise stetig. Verbraucherschützer raten deshalb zum Anbieterwechsel.
Die Strom- und Gaspreise steigen kontinuierlich. Gleichzeitig drängen aber auch viele Anbieter mit neuen Produkten und Preismodellen auf den Markt. Fachleute raten deshalb zu kurzen Vertragslaufzeiten und Anbieterwechseln. «Die Märkte sind zu schnelllebig, um sich länger als ein Jahr zu binden», urteilt Dagmar Ginzel vom Verbraucherportal Verivox. Auch lohne es sich, seine Verträge im Hinblick auf eine Preiserhöhung zu überprüfen, sagte die Energieexpertin.
Zum Wechsel selbst brauche der Kunde nur zwei Dinge: Die letzte Abrechnung des Strom- oder Gasanbieters, um den Verbrauch herauszulesen und die eigene Postleitzahl. «Beides gibt man in einen Tarifrechner im Internet ein und erhält eine Liste mit verschiedenen Anbietern und ihren Tarifen», erklärte Ginzel. Denn nicht jeder Versorger beliefert jede Region. Für alle, die kein Internet haben, gibt es bei Verivox zusätzlich eine kostenlose Hotline. «Dort kann sich der Verbraucher die Liste der für ihn infrage kommenden Anbieter vorlesen lassen. Das Infomaterial wird zugeschickt.»
Möchte man vor allem ein günstiges Angebot, muss auch eine eventuelle Vorauskasse oder Kaution berücksichtigt werden, so die Expertin. Will der Kunde sich auch ökologisch engagieren, sollte er auf entsprechende Gütesiegel achten. «Auf jeden Fall eine Preisgarantie auf alle Preisbestandteile, also Arbeitspreis und Grundpreis, geben lassen», rät Ginzel. Nur so sei man vor einer Preiserhöhung sicher, die Stromanbieter gerne mal mit neuen Gesetzen begründen.
Ist der neue Tarif gefunden, wird der Wechsel über den neuen Anbieter abgewickelt. Dies sei am einfachsten und sichersten. Mit einer Ausnahme: Will der Kunde schnell wechseln, muss er sich selber an seinen Anbieter wenden, da ein Wechsel immer eine Vorlaufzeit braucht, erklärte Ginzel. «Am besten schriftlich und per Einschreiben.» Einige Anbieter akzeptieren auch telefonische Kündigungen oder solche per E-Mail. In der Grundversorgung beträgt die Kündigungsfrist üblicherweise einen Monat zum Ende des nächsten Kalendermonats. Ansonsten gelten die vereinbarten Kündigungsfristen, die in den Allgemeinen Geschäftsbedingungen geregelt sind.
Service: Die kostenlose Verivox-Hotline ist erreichbar unter 0800/8080890.
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