Montag, 13. Dezember 2010 15:26 Uhr
Eine nicht einwandfrei funktionierende Heizung kann den Energieverbrauch in die Höhe treiben. Mit ein paar Tricks lässt sich das verhindern.
Eine Heizung, die nicht richtig funktioniert, kann den Energieverbrauch stark nach oben treiben. Und das wird bei steigenden Öl- und Gaspreisen richtig teuer. Deshalb ist es jetzt an der Zeit, die Heizung für den Winter fit zu machen.
Laut der Vereinigung der deutschen Zentralheizungswirtschaft (VdZ) stecken in der Heizungsanlage beachtliche Einsparpotenziale. Peters beziffert das, was sich nur durch Feintuning herausholen lässt, auf 10 bis 20 Prozent.
Häufig lasse sich schon mit geringem Aufwand viel erreichen. Wichtig sei, die Wärmeversorgung eines Gebäudes als Gesamtsystem zu betrachten, so der Verband. Die Faktoren Wärmebedarf, -erzeugung und -verteilung sowie Heizflächen, Thermostatventile, Regelung und das Nutzerverhalten müssten ineinandergreifen.
«Sind alle Faktoren aufeinander abgestimmt, kann die Heizung optimal arbeiten - im Blick auf den Komfort wie auf den Energieverbrauch.»
Optimal arbeitet die Heizung laut dem VdZ, wenn alle Räume wie gewünscht warm werden und die Heizkörper schnell auf eine veränderte Einstellung der Thermostatventile ansprechen.
Außerdem sollte die Anlage keine Störungsgeräusche entwickeln - und der Energieverbrauch sollte möglichst niedrig sein, was sich anhand der letzten Gas- oder Heizölrechnungen leicht kontrollieren lässt. Ein plötzlicher Anstieg in einem Jahr kann auf einen Defekt hindeuten.
Einstellung der Heizung prüfen und anpassen
Anhand einer kurzen Checkliste stellen Hausbesitzer fest, ob es in der Anlage Probleme gibt: Macht sie Geräusche? Werden Heizkörper nicht richtig oder unterschiedlich warm? Heizen sich Räume unterschiedlich schnell auf? Außerdem sollte die Einstellung der Heizung überprüft und angepasst werden, wenn sich nach Baumaßnahmen der Wärmebedarf verändert hat.
Ein weiterer Punkt betrifft die Nachtabsenkung. Sie sorgt dafür, dass sich nachts, wenn die Wohnräume nicht benutzt werden, der Brenner ausschaltet und die Heizung herunterfährt. Allein dadurch sparen Verbraucher etwa 5 Prozent Energie, hat der Bund der Energieverbraucher ausgerechnet.
Um die Räume am nächsten Morgen wieder aufzuheizen, reicht in den meisten Fällen die normale Heizleistung aus. Eine zusätzliche Aufheizleistung sei nicht erforderlich. Sagt der Wetterbericht im Winter extrem kalte Temperaturen voraus, wird die Nachtabsenkung einfach manuell ausgeschaltet, damit am nächsten Morgen niemand frieren muss.
Zu den möglichen Störquellen, die auch Laien schnell prüfen können, gehören der Druck und der Wasserstand im Heizungssystem. Anhand des Manometers neben dem Heizkessel lässt sich feststellen, ob genug Wasser in Leitungen und Heizkörpern ist.
Auch ein höherer Wasserfluss in den Heizkörpern ist ein Zeichen für zu wenig Wasser. Dann muss Wasser nachgefüllt werden. Kommt in den Heizköpern gar kein Wasser an, kann die Umwälzpunkte defekt sein.
Wenn es in den Heizkörpern gluckert, kann das auch ein Zeichen für eingeschlossene Luft sein. Obwohl das Thermostatventil voll aufgedreht wird, erwärmt sich der Heizkörper dann im oberen Bereich nicht richtig, erläutert Michael Pommer von der DIY-Academy. Er muss dann entlüftet werden.
Dazu stellt man zunächst die Umwälzpumpe der Heizung aus und öffnet dann mit einem kleinen Vierkantschlüssel am Heizkörper das Entlüftungsventil gegenüber des Thermostats. Es wird anschließend solange entlüftet, bis ein klarer, durchgängiger Wasserstrahl austritt. Danach ist im System gegebenenfalls Wasser nachzufüllen.
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