Freitag, 10. Dezember 2010 11:36 Uhr
Wenn ein Haus brennt, kann eine Photovoltaikanlage auf dem Dach zur Gefahr werden. Denn die Anlagen sind extrem hitzebeständig und bleiben bei Feuer im Dachstuhl fest verankert.
So versperrten sie der Feuerwehr den Weg, warnt der Verband Privater Bauherren in Berlin. Außerdem produziert die Anlage weiterhin Strom, so dass Menschen beim Versuch, den Brand zu löschen, einen tödlichen Stromschlag erleiden könnten. Deshalb sollten die Module auf dem Dach im Abstand von mindestens 15 Zentimetern montiert werden, damit die Feuerwehrleute sich zwischen ihnen bewegen können.
Diese Brandschneisen würden aber so gut wie nie gebaut, denn weniger Module bedeuten auch weniger Stromausbeute und mehr Kosten durch zusätzliche Halterungen. Gibt es keine Schneisen, versuche die Feuerwehr meist die Photovoltaikanlage mit einem Schaumteppich komplett abzudecken, so der Verband. Dann breche die Spannung zusammen, und es könnten ohne Gefahr Öffnungen zum Löschen geschaffen werden. Da über die dafür notwendige technische Ausstattung aber nicht alle Feuerwehren verfügten, sei man inzwischen dazu übergegangen, die Dächer kontrolliert abbrennen zu lassen.
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