Mittwoch, 22. Dezember 2010 16:23 Uhr
Wie man die Heizkosten senken kann, ohne frieren zu müssen.
In den vergangenen zehn Jahren haben sich die Heizkosten eines Haushalts im Schnitt verdoppelt. Mieter haben zwar keine Möglichkeit, die Kosten durch große Energiespar-Investitionen zu senken, können aber trotzdem einiges tun, um zu sparen.
Nur wer seine Verbrauchsdaten regelmäßig kontrolliert, kann beurteilen, ob die höhere Heizkostenabrechnung auf einen gestiegenen Verbrauch oder auf die Entwicklung der Energiepreise zurückzuführen ist.
Wer nur so viel heizt, wie tatsächlich benötigt wird, kann die Heizkosten deutlich senken. Wird in einem Raum die Temperatur von 24 Grad auf 20 Grad gesenkt, bedeutet dies ein Einsparpotenzial von etwa 20 Prozent.
Kühle, ungeheizte Räume dürfen nicht mit der Luft aus wärmeren Räumen geheizt werden, denn dabei gelangt auch Feuchtigkeit in den kühleren Raum und das Schimmelpilzrisiko steigt. Empfehlenswert ist eine relative Luftfeuchtigkeit zwischen 40 und 60 Prozent.
Dichtungsbänder und Bürstendichtungen unter den Türen kann man leicht selbst anbringen und so Zugluft und Energieverluste vermeiden.
Abdichtungsmaßnahmen an Fenstern und Türen sind Mietern grundsätzlich erlaubt. Denn das Einkleben der Dichtung und das Anbringen von Leisten ist kein Eingriff in die Bausubstanz und kann beim Auszug entfernt werden.
Thermostatventile lassen nicht umso mehr Wärme durch, je weiter man sie aufdreht. Ist ein Ventil nur ein Grad über der aktuellen Raumtemperatur eingestellt, so ist das Ventil bereits voll geöffnet. Ein Grad darunter schließt es. Ein kaltes Zimmer wird nicht schneller warm, wenn das Thermostatventil bis «5» aufgedreht wird. Durch das volle Aufdrehen heizt das Ventil lediglich über die gewünschte Temperatur unnötig den Raum auf.
Mieter können Thermostatventile gegen elektronische Thermostatventile mit Zeitsteuerung austauschen. Diese können so eingestellt werden, dass die Temperatur automatisch zu bestimmten Zeiten erhöht oder gesenkt wird. Dadurch kann der Mieter beispielsweise seine eigene Nachtabsenkung programmieren.
Sind zwischen Heizkörper und Außenwand Nischen vorhanden, können hinter dem Heizkörper Dämmstoffplatten angebracht und so die Wärmeverluste um bis zu 15 Prozent reduziert werden.
Als Dämmung kann man auch eine bis zu fünf Zentimeter starke alubeschichtete Styroporplatte verwenden. Allerdings muss diese vollflächig aufgeklebt werden, damit es nicht zu Schimmelbildung kommt. Weil solche Nischen oft schwer zugänglich sind, sollte möglichst ein Fachmann sie isolieren.
Wenn die Heizung gluckert, ist Luft drin. Dann muss der Heizkörper entlüftet werden. Mit einem speziellen Schlüssel geht dies sehr einfach. Wird es trotzdem nicht warm, sind Vermieter oder Hausverwaltung gefragt. Denn dann ist unter Umständen zu wenig Wasser im Heizungssystem.
Außerdem darf man Heizkörper nicht abdecken. Unter einem Heizkörper staut sich die Wärme, wenn er durch Verkleidungen, Möbel oder Vorhänge verdeckt wird.
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