Die Stiftung Warentest hat weiße Wandfarben getestet. Ergebnis: Teure decken besser- aber bei den Angaben zum Verbrauch sollte man kritisch sein.
Stiftung Warentest hat 20 weiße Wandfarben für Innenräume getestet, von denen neun die Note «gut» erhielten. Fünf wurden mit «befriedigend» bewertet, sechs mit «ausreichend». 26 weitere Farben waren sogenannte Gleichheiten, also dieselben Produkte unter einem anderen Namen. Sie erhielten die gleichen Noten wie die eigentlichen Marken.
Die beste Farbe im Test kommt von Alpina. Alpinaweiß erzielte die Note 1,6 und ist damit Testsieger (42 Euro pro 10-Liter-Eimer). Ebenfalls „sehr gut“ decken die Schöner-Wohnen Farben Polarweiss (40 Euro) und Spektralweiß (30 Euro) sowie Vectra Powerweiss (40 Euro). „Gut“ sind außerdem Alpina Naturaweiss und Farbturm Premium Weiss für je 33 Euro sowie Düfa Superweiss plus (40 Euro).
Geprüft wurden vor allem die Anstricheigenschaften, also beispielsweise Deckfähigkeit, Aussehen und Oberflächenfehler. Außerdem wurde getestet, wie sich die Farben verarbeiten lassen, das heißt etwa, wie sie sich auf der Farbwalze verteilen und ob sich die Walze nach dem Malern leicht reinigen lässt.
Weitere Prüfpunkte waren Gesundheits- und Umweltaspekte sowie die Deklaration. Hier neigten einige Anbieter zur Übertreibung: mit der 49 Euro teuren Alpina Ultra kommt man nicht wie versprochen 140 Quadratmeter weit, sondern schafft nur die Hälfte und muss nochmal in den Baumarkt, um einen zweiten Eimer zu kaufen. Auch bei Vectra Profiweiß kamen die Tester nur auf 50 statt der angegebenen 100 bis 130 qm.
Gut deckende weiße Wandfarben sehen in der Regel nach dem ersten Anstrich am besten aus. Durch einen zweiten Anstrich könnte zu viel Farbe aufgetragen werden, wodurch die Farbe leicht Schlieren bilden kann und die Struktur gröber wird, so die «Stiftung Warentest» in der Zeitschrift «test».
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