BerlinOnline.de

Solaranlage
Wer sich für Solarstrom aus Dachanlagen entschieden hat, sollte sich beeilen. Die Bundesregierung will die Förderung senken. © dpa

Solaranlagen: Was vor der Anschaffung zu bedenken ist

Die staatliche Förderung für Solaranlagen soll gesenkt werden. Trotzdem lohnt sich die Anschaffung weiterhin. Die Investition sollte allerdings gut durchdacht sein.

«Wer jetzt noch auf den letzten Drücker von der derzeitigen Förderung profitieren will, sollte keine überhastete Entscheidung treffen», rät die Verbraucherzentrale Nordrhein-Westfalen in Düsseldorf. Die Bundesregierung will die Förderung für Solarstrom aus Dachanlagen ab April und für Freiflächenanlagen ab Juli um 15 Prozent senken.

Preise für die Installation der Anlage vergleichen

Wer auf Solarstrom umsteigen will, sollte für die Installation der Anlage zuerst mehrere Komplettangebote von erfahrenen Installateuren einholen, raten die Verbraucherschützer. Am besten ließen sich die Preise vergleichen, wenn einzelne Posten im Detail aufgeführt sind. Dazu gehören etwa das Liefern der Module, die Wechselrichter, Verkabelung, Montagekosten und der Anschluss ans Netz.

Wartung und Versicherung bei der Kalkulation nicht vergessen

Stimmen die Voraussetzungen, ist die Investition in eine Photovoltaikanlage eine sichere und rentable Geldanlage, lautet das Fazit der Verbraucherzentrale. Neben einer ausführlichen Darstellung sämtlicher Kosten und Erlöse gehört aber auch das Berechnen der Wirtschaftlichkeit in jedes Angebot. Darin sollten die Aufwendungen für die Wartung und Versicherung berücksichtigt sein.

Einspeisung von Solarstrom wird 20 Jahre lang vergütet

Wer sich für eine Anlage entschieden hat, bekommt die Einspeisung von Solarstrom laut Gesetz 20 Jahre lang vergütet. Für die Höhe der Rendite ist ein rentables Verhältnis von Preis und garantierter Nennleistung in Watt entscheidend. Interessenten sollten sich die Nennleistung möglichst für 20 Jahre vom Hersteller der Solaranlage garantieren lassen, empfehlen die Verbraucherschützer.

Auch für selbstgenutzten Strom gibt es etwas zurück

Jede Kilowattstunde Solarstrom, die ein privater Produzent selbst verbraucht, wird außerdem extra vergütet. Richtig verbucht werden kann selbst genutzter Strom aber nur, wenn die Höhe des Eigenverbrauchs auf einem geeichten Stromzähler ablesbar ist.

Quelle: dpa
(Bilder: Stephanie Hofschlaeger / www.pixelio.de ; Immobilien Scout GmbH; Patrick Lebeda / www.sxc.hu ; www.b2b-deutschland.de ; Birgit Lieske / www.pixelio.de )