Damit die Frühlingsblumen wie Tulpen und Narzissen im Frühjahr blühen, setzt man die Blumenzwiebeln schon im Herbst zuvor. Aber warum eigentlich?
Nieselregen hat auch Vorteile: Der feuchte Herbst ist die ideale Pflanzzeit für Blumenzwiebeln. «Der Boden ist noch erwärmt und wird vom Regen durchfeuchtet - so können die Zwiebeln gut einwachsen.» Das erläutert Thomas Wagner vom Bundesverband Deutscher Gartenfreunde (BDG) in Berlin. Das sei die Voraussetzung für einen guten Start im Frühjahr. Die Pflanzzeit beginne zwar schon im August, könne aber je nach Wetter bis Weihnachten dauern.
Auch auf dem Balkon kann für die Frühblüher vorgesorgt werden. Für eine besonders üppige Blütenpracht im Topf rät Wagner, Tulpen- und Narzissenzwiebeln übereinander in zwei Schichten zu pflanzen. «Wenn die Blumen dann im Frühjahr dicht an dicht sprießen, gibt das einen herrlich bunten Blütenzauber.» Kaufmanniana- und Darwin-Sorten seien besonders geeignet, weil ihre Stiele nicht länger als 30 bis 40 Zentimeter werden. Später sollten die Blumen aber aus der Enge des Topfes befreit und in den Garten gepflanzt werden.
Zwiebelblumen dürfen in Töpfen ruhig dicht an dicht gepflanzt werden. Sie sollten sich allerdings nicht berühren, rät das IZB. Zwiebelblumen kommen im Herbst etwa doppelt so tief in die Erde, wie sie hoch sind. Dann werden sie mit Erde bedeckt und treiben im kommenden Frühjahr aus. Besonders geeignet für Töpfe und Schalen sind kleinwüchsige Sorten zum Beispiel von Narzissen und Tulpen, aber auch Krokusse und Hyazinthen.
Wer Blumenzwiebeln zum Vortreiben in Töpfe gepflanzt und im Keller oder der Garage aufgestellt hat, sollte öfter ihren Entwicklungsstand prüfen. Wenn die durch die Dunkelheit noch blassen Triebe erscheinen, können die Töpfe ins Warme geholt werden, rät das Informationsbüro Zwiebelblumen (IZB) in Düsseldorf. Sie sollten in einem hellen und kühlen Raum stehen. So entwickeln sie sich langsamer und blühen länger. Zum Vortreiben eignen sich Tulpen, Hyazinthen, Narzissen und Muscari.
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