Damit Tulpen lange blühen, sollten die Zwiebeln in den passenden Boden gesetzt und mit anderen Blumen kombiniert werden. So gelingt die perfekte Blütenpracht.
Damit sich Hobbygärtner immer wieder an den bunten Tulpenblüten erfreuen können, gilt es einiges zu beachten:
Tulpen werden im Herbst als Zwiebeln gesetzt: Wenn Tulpen rechtzeitig vor dem Winter an frostfreien Tagen gepflanzt werden, verschönern sie im Frühling den Garten. Nach dem Kauf sollten die Tulpenzwiebeln möglichst schnell in die Erde. Der Platz sollte sonnig sein, schon im Halbschatten blühen Tulpen weniger gern.
Am schönsten zur Geltung kommen Tulpen in Gruppen und in unregelmäßigen Abständen gepflanzt. Tulpenzwiebeln sollten eine blühfähige Größe haben. Am besten sind große Zwiebeln der Sortierung 11/12 Zentimeter.
Die Pflanzen stellen keine großen Ansprüche an den Standort und die Bodenverhältnisse. Am besten gedeihen Tulpen auf durchlässigen Böden. Ist dieser nicht vorhanden, mischt man den Boden mit etwas Sand. So stehen die Zwiebeln nicht zu nass und die Gefahr von Fäulnis ist gebannt.
Die Tulpenzwiebeln kommen etwa doppelt so tief in den Boden wie sie hoch sind - ohne Druck und mit der Spitze nach oben. Der Abstand zwischen zwei Zwiebeln sollte bei kleinen Exemplaren 3 bis 7 und bei größeren 7 bis 20 Zentimeter betragen. Anschließend wird Erde aufgetragen und angegossen. Ein Frostschutz aus Laub oder Rindenmulch kann nicht schaden.
Im Herbst bekommen die Zwiebeln eine Hand voll Kompost und im Frühjahr einen Guss Flüssigdünger. Das sorgt für große Blüten und kräftige Farben.
Tolle Akzente setzen schwarze Tulpen, zum Beispiel die geheimnisvoll wirkende Sorte «Queen of Night». An der langlebigen Sorte kann der Gärtner viel Freude haben, denn sie blüht jedes Jahr. Damit dunkle Tulpen im Beet richtig zur Geltung kommen, sollten sie mit hell blühenden Blumen kombiniert werden.
In das Frühlingstreiben der Tulpen können sich zahlreiche Frühblüher mischen. Die frühen Sorten werden von Traubenhyazinthen (Muscari) und Hyazinthen (Hyazinthus orientalis) begleitet. Als Unterpflanzung von höheren Tulpen eignen sich auch blaue Vergissmeinnicht (Myosotis sylvatica), die zu rosafarbenen und roten Tulpen sowie zu gelb- und weißblühenden Sorten einen Kontrast bilden.
Tulpen können je nach Geschmack in das Gesamtbild des Gartens eingefügt werden. Sie werden etwa einzeln zwischen Rosen gesetzt. Ein natürliches Bild geben Tulpen auf Wiesen ab. Hier werden die Zwiebeln locker ausgestreut und gepflanzt, wie sie fallen.
Tulpensorten, die erst im Mai blühen, bekommen beispielsweise Zierlauch als Begleiter. Auch zweijährige Frühlingsblumen, zum Beispiel Goldlack (Cheiranthus cheirii) und Schöterich (Erysimum), ergänzen das bunte Treiben der Tulpen ebenso wie eine ganze Reihe von Stauden. Das Zusammenspiel von violetten und rosafarbenen Tulpen bekommt durch das Tränende Herz (Dicentra spectabilis), den Silberling (Lunaria annua) und Nachtviolen (Hesperis) einen passenden Rahmen. Wolfsmilch (Euphorbia) und Gemswurz (Doronicum) runden das Farbspektrum ab.
Im Staudenbeet braucht man Gruppen von 10 bis 20 Zwiebeln. Es ist ratsam, die niedrigen Botanischen Tulpen in den Vordergrund zu pflanzen. Für die anderen Sorten in der Beetmitte entwirft man ein Farbkonzept. Die verschiedenen Höhen und Blütezeiten werden so gestaffelt, dass sich die Tulpenblüte über mehrere Wochen erstreckt.
Nach der Blüte sollten Stängel und Blätter stehen bleiben, damit die Zwiebel anschließend Kraft für das nächste Frühjahr sammeln kann. Man schneidet nur die welke Blüte ab, damit sich keine Samen bilden und die Kraft aus dem Stiel und den Blättern in die Zwiebel geht.
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