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Friedhöfe
Engeln sind die Klassiker unter den Grabskulpturen. © dpa

Grabpflege im Herbst: Was vor dem Schnee zu tun ist

10 Tipps für die Grabpflege zu Allerseelen, Volkstrauertag und Totensonntag.

Je nach Tradition werden zu Allerseelen, zum Volkstrauertag oder zum Totensonntag die Gräber für den Winter vorbereitet und geschmückt. Vorher müssen noch Verblühtes und Laub entfernt werden.

1. Laub einsammeln, Sommerblüher entfernen

Zu den wichtigsten Pflegemaßnahmen auf dem Friedhof gehört im Herbst, Laub aufzusammeln und die Stauden zurückzuschneiden. Auch einjährige Sommerblüher werden ebenso entsorgt wie Pflanzabfälle.

2. Herbstblumen pflanzen

Blühende Grabpflanzen Heide und Rhododendron eignen sich gut als Grabpflanzen in der kalten Jahreszeit. © dpa

Solange der Boden nicht gefroren ist, darf noch Neues gepflanzt werden. Mit Erika, Chrysanthemen, Callunen oder Gaultherien lässt sich eine schöne saisonale Herbstbepflanzung gestalten - auch mit kleinem Geldbeutel. Für Farbtupfer sorgen Beeren von Hartriegel, Bärentraube oder Scheinbeere.

3. Immergrüne Gehölze pflanzen

Auch niedrige laubabwerfende Gehölze kommen jetzt noch in die Erde. Vorsicht ist allerdings bei immergrünen Gehölzen wie Kriechmispel, Kriechspindel oder Buchsbaum geboten. Sie könnten unter dem Frost leiden und werden besser erst im Frühjahr gepflanzt. Wichtig ist, dass alle Pflanzen an trockenen Herbst- und Wintertagen ausreichend gegossen werden.

4. Empfindliche Pflanzen abdecken

Grabschmuck © dpa

Beim Thema Eindeckung scheiden sich die Geister. Heute sind die Winter deutlich wärmer als früher. Eine Winterabdeckung ist deshalb oft gar nicht mehr notwendig. Und unter einer dicken Zweigschicht können Pflanzen an warmen Tagen zudem leicht faulen. Das gilt besonders für viele Bodendecker.

5. Fäulnis vermeiden

In rauen Lagen oder bei frostempfindlichen Gewächsen kann eine die ganze Grabfläche abdeckende einfache Schicht aus Zweigen aber sinnvoll sein. Wichtig ist, dass sie nicht zu dick und damit erdrückend ist.
Unter einer dünnen, einlagigen Schicht kann die Luft zirkulieren. Das beugt Fäulnis vor. Gleichzeitig wirkt die Luft wie ein isolierendes Polster.

6. Tannenzweige zur Abdeckung klein schneiden

Klassisch werden Zweige von Fichten oder Nordmanntannen zur Abdeckung verwendet. Sie werden in möglichst kleine Stücke geschnitten, die dann dicht an dicht wie Schuppen übereinander gelegt werden. So entsteht eine feine, edle Textur.

7. Mit Tannenzweigen dekorieren

Grabmal Auch auf Friedhofsgräbern lässt sich eine weihnachtliche Atmosphäre schaffen, etwa mit kleinen Christbäumchen. © dpa

Blautanne beispielsweise bringt eine andere Farbe ins Spiel. Das gilt auch für Latschenkiefer oder Wacholder. Und wenn die unterschiedlichen Zweige dann noch in Form eines Kreuzes oder Kreises, Sterns oder Weihnachtsbaums oder als geometrisches Muster angeordnet werden, wird die Grabeindeckung zum schmückenden Mantel.

8. Winterlich Deko gut befestigen

Die saisonale Bepflanzung oder Eindeckung wird durch eine gesteckte Schale, ein klassisches Trockengesteck, einen Kranz oder auch einen Grabstrauß ergänzt. Die Basis bilden meist Tannen- oder Pinienreisig. Sehr gut machen sich darauf Zapfen und Islandmoos, Beeren und Zweige, Disteln, Ilexlaub und Kätzchen, aber auch Scharfgabe und Mohnkapseln. Schmuck, Kerzenlichter und Schalen sollten gut befestigt sein - zum Schutz gegen stürmische Winde und tierische Besucher.

Südwestfriedhof Stahnsdorf Südwestkirchhof Stahnsdorf © picture-alliance / dpa/dpaweb

9. Würde des Ortes respektieren

Zwar gibt es auch ein riesiges Angebot an günstigen künstlichen Gestecken, oft auch mit zusätzlichem Glitzereffekt. Doch sollte man bedenken, dass der Friedhof ein Ort der Würde ist und greller Glitzerschmuck aus Kunststoff hier eher irritiert wirkt. Auch der Trockenschmuck hält eine ganze Wintersaison lang.

10. Für Weihnachten eine Christrose pflanzen

Für viele Friedhofsgärtner sind die Novemberarbeiten der Schlusspunkt in der jährlichen Grabpflege. Dabei haben Floristen für Weihnachten noch ein wunderschönes Highlight zu bieten: Die Christrose reckt ihre weißen, beigen oder rosa Blüten auch durch eine feine Tanneneindeckung oder eine Schneeschicht. Sie ist ein Symbol der Hoffnung.

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Quelle: dpa
(Bilder: dpa; Stephanie Hofschlaeger / www.pixelio.de ; Immobilien Scout GmbH; Patrick Lebeda / www.sxc.hu ; www.b2b-deutschland.de ; Birgit Lieske / www.pixelio.de )