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Rhabarber
Die Farbe verrät, wie Rhabarber schmeckt. © dpa

Rhabarber: Was die Farbe verrät

Beim Rhabarber-Kauf sollte man auf seine Farbe achten.

Der säuerlich-herbe Rhabarber ist reich an Vitamin K, Kalium und Kalzium. Die Farbe gibt Aufschluss über seinen Geschmack: Grüne Stängel mit grünem Fleisch sind sehr sauer, während rote Stängel mit grünem Fleisch eher herb schmecken. Relativ milde schmecken rote Stängel mit rotem Fleisch.

Blanchieren mildert die Säure

Um die Wirkung der Säure zu mildern, kann Rhabarber mit Milch oder Milchprodukten zubereitet werden. Die Säure lasse sich auch durch Blanchieren der Stangen mildern, rät Manfred Christiansen von der Landwirtschaftskammer Schleswig-Holstein.

Beim Kauf sollte man feste, knackige Stängel auswählen. In ein feuchtes Tuch gewickelt, halten sie sich im Kühlschrank einige Tage. Rhabarber lässt sich roh oder gekocht auch gut einfrieren. Die Erntezeit dauert bis Juni.

Rhabarber als Abführmittel

Ursprünglich stammt Rhabarber aus Tibet und der Mongolei. Schon vor 5000 Jahren wurde er in einem chinesischen Kräuterbuch als Medikament gegen Verstopfung erwähnt. Nach Europa gelangte Rhabarber im 16. Jahrhundert zunächst ebenfalls als Abführmittel.

Erst die Engländer entdeckten im 18. Jahrhundert, dass Rhabarber nicht nur bittere Medizin ist, sondern auch schmeckt. Hundert Jahre später kam der saure Genuss auch nach Deutschland.

Quelle: dpa
(Bilder: Grüne Woche Berlin; dpa)