Eine Maibowle erhält erst durch Waldmeister ihr intensives Aroma. Doch bei der Zubereitung ist Vorsicht geboten.
Ein Bund der Pflanze, also vier bis fünf Gramm, reicht für eine Maibowle völlig aus.
«Wird mehr Waldmeister verwendet, drohen Kopfschmerzen auch ohne übermäßigen Bowle-Genuss», erklärte Ulf Neuhaus, Vize-Vorsitzender der Deutschen Barkeeper-Union in Hamburg. Denn Waldmeister enthält Cumarin: Dieser Stoff sorgt in hohen Dosierungen für Kopfschmerzen bis hin zu Schwindel.
Waldmeister sollte leicht welk sein
Auch sollte kein frisches Kraut verwendet werden. «Das Aroma ist besser, wenn der Waldmeister einen Tag gelegen hat und leicht angewelkt ist», empfahl Neuhaus.
Die Blüten sind vor der Zubereitung zu entfernen. Dann wird der Waldmeister kopfüber 20 bis 30 Minuten lang in die Bowle gehängt. «Die Stiele enthalten Bitterstoffe, die sonst mit in die Bowle gelangen würden», begründete der Experte diese Zubereitungsmethode.
Für die Maibowle gibt es eine Vielzahl an Rezepturen. Auch Minze eignet sich als Zusatz. «In der klassischen Variante wird der Bowle jedoch nur Waldmeister zugesetzt», sagte Neuhaus.
Sekt, Weisswein, Honig, Zitrone
Als Alkoholika verwendet er trockenen Sekt und trockenen Weißwein im Verhältnis eins zu zwei. «Wer es etwas milder mag, kann auch halbtrockenen Sekt nehmen oder der Bowle etwas Honig hinzufügen.» Für etwas mehr Frische kann beim Servieren am Glas eine Scheibe Zitrone angebracht werden.
Werden keine gekühlten Alkoholika verwendet, sollte die Maibowle rund eine halbe Stunde lang im Kühlschrank stehen. Sie dürfe jedoch immer nur von außen gekühlt werden. «Verwenden Sie keine Eiswürfel, die verwässern nur», warnte Neuhaus.
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