Wie man frischen Spargel erkennt und richtig zubereitet.
In Deutschland wird immer mehr Spargel angebaut und geerntet: Im Jahr 2009 waren es rund 98.000 Tonnen weißer Spargel, 2002 war es noch lediglich etwa 57.000 Tonnen.
Wann hierzulande die ersten Spargelstangen aus heimischen Anbau in den Handel kommen, hängt vom Wetter ab. Schon ab Mitte oder Ende April kann der erste Spargel geerntet werden. Dafür muss es im Winter allerdings richtig kalt gewesen sein - und die Temperaturen müssen dann schnell ansteigen. Durch die Sonneneinstrahlung erwärmt sich die Luft unter einer durchsichtigen Folie, die über die Spargeldämme gespannt ist und der Spargel kann schon früh wachsen.
Die Frische ist beim Spargel entscheidend. Am besten ist es, wenn der Spargel erst am Verkaufstag geerntet wurde. Wenn Spargel nicht frisch ist, verliert er schon nach einigen Tagen an Geschmack, Inhalts- und Aromastoffen.
Wie frisch Spargel ist, kann man anhand mehrerer Merkmale feststellen:
- Je regionaler man den Spargel kauft, desto frischer ist er meist. Wenn das Gemüse erst lange transportiert werden muss, kann es einfach nicht mehr so frisch sein wie beim Direktverkauf beim Bauern.
- Außerdem sollten die Schnittenden des Spargels feucht sein.
- Ein weiterer Test ist, zwei Spargelstangen aneinander zu reiben: Wenn es dabei quietscht, ist der Spargel frisch.
Außerdem gibt es leichte Farbunterschiede. Durch Sonneneinstrahlung verfärben sich die Spargelköpfe. Meist wird Spargel zwar unter einer dunklen Folie angebaut, so dass er vor Sonne geschützt ist und weiß bleibt. Bricht Spargel jedoch durch die Folie hindurch, verfärben sich die Köpfe violett. Spargel mit lila Köpfen schmeckt meist etwas herber, daher muss man dafür oft weniger bezahlen.
Viele Menschen kochen den Spargel im Wasser. Das ist aber gar nicht so gut, da der Spargel auf diese Weise Geschmack verliert. Besser ist es, die Spargelschalen nicht wegzuwerfen, sondern kurz in Wasser aufzukochen und dann herauszunehmen. Dieses Wasser ist eine gute Basis, um den Spargel darin zu kochen. Dann kommen etwas Salz, eine Prise Zucker und etwas Butter dazu, und der Spargel kann darin gar kochen.
Eine andere Möglichkeit ist, den Spargel im Ofen zuzubereiten. Dafür wird das Gemüse gesalzen und portionsweise in Alufolie gewickelt. Auf den Spargel können noch etwa 10 bis 15 Gramm frische Butter gelegt werden. Zuletzt sollte noch ein Teelöffel Wasser hinzugegeben werden, bevor das Spargelpaket geschlossen und für etwa 35 bis 40 Minuten bei 150 Grad Umluft im Ofen gegart wird.
Für eine Spargelsuppe hingegen wird das Gemüse zuerst in Wasser gekocht und dann - für die Optik am besten schräg - klein geschnitten. Dann werden Butter und Mehl in einem Topf zu Mehlschwitze angerührt und mit einem Teil des Spargelwassers sowie etwas Sahne gemischt. Das wird aufgekocht, abgeschmeckt und schließlich mit den Spargelstücken als Suppe serviert.
Wer die Sahne für die Suppe sehr dosiert einsetzt oder die gekochten Stangen nicht komplett in einer Sauce Hollandaise ertränkt, hat eine sehr kalorienarme Speise vor sich. 100 Gramm des gegarten weißen Spargels haben gerade einmal 12 Kilokalorien. Hinzu kommen gesunde Inhaltsstoffe: Spargel enthält viel Vitamin K, Folsäure, Ballaststoffe und Saponine. Außerdem enthält er Asparagin, das leicht entwässernde Wirkung hat.
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