Montag, 29. Oktober 2012 17:07 Uhr
Nach ungeklärten Todesfällen im Zusammenhang mit Energy-Drinks fordert die Verbraucherzentrale Hamburg ein Verkaufsverbot der Getränke für Jugendliche.
Nach mehreren Todesfällen, darunter ein 14-jähriges Mädchen, in den USA besteht der Verdacht, dass der übermäßige Konsum von Energy-Drinks die Ursache sein könnte, schreibt die verbraucherzentrale Hamburg auf ihrer website. Auch aus Deutschland seien Fälle unerwünschter Wirkungen auf das Herz-Kreislauf System nach dem übermäßigen Konsum von Energy Drinks bekannt geworden.
Diese Getränke haben mit 320 Milligramm pro Liter einen hohen Koffeingehalt – etwa dreimal so viel wie Cola- und enthalten andere Inhaltsstoffe wie Taurin, bei denen negative Wechselwirkungen nicht sicher ausgeschlossen werden können, so die Verbraucherschützer. Ist der Konsum von Energy-Drinks mit Alkohol und körperlicher Anstrengung verbunden, etwa in der Disko, besteht die Gefahr, dass sich die Nebenwirkungen zu Krampfanfällen oder Herzrasen verstärken. Systematische aussagekräftige Langzeitstudien fehlen noch.
Eine noch größere Gefahr besteht nach Einschätzung der Verbraucherzentrale Hamburg bei Energy-Shots. Dabei handelt es sich um hochkonzentrierte Produkte in kleinen Portionsgrößen, die bei Durst dazu verleiten, mehrere Portionen zu trinken. Auch wird der bittere Geschmack des Koffeins durch extreme Süße und Aroma unterdrückt.
Die Verbraucherzentrale hält die bisher ergriffenen Maßnahmen zur Kennzeichnung für völlig unzureichend. Das Gesetz schreibt für Energy-Drinks den Hinweis „erhöhter Koffeingehalt“ vor, gefolgt von der Angabe, wie viel Koffein in 100 Milliliter Getränk vorhanden ist. Das gilt sowohl für verpackte wie auch lose Ware. Die Verbraucherzentrale fordert nun das generelle Verbot des Verkaufs von hoch dosierten Energy-Konzentraten.
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