BerlinOnline.de

IQ nimmt durch Cannabis-Konsum ab
Der Langzeitstudie zufolge nimmt der IQ umso stärker ab, je früher die Menschen mit dem Cannabis-Konsum beginnen. © dpa

Langzeitstudie zeigt: Kiffen senkt den IQ

Dienstag, 28. August 2012 13:19 Uhr

Cannabis-Konsum lässt den IQ unwiderruflich schrumpfen- besonders bei Jugendlichen. Das zeigt eine neue Langzeitstudie, die über fast 40 Jahre angelegt ist.

Cannabis zu rauchen macht laut einer US-Studie dumm - vor allem junge Menschen. Forscher um Madeline Meier von der Duke University in Durham (Bundesstaat North Carolina) fanden in einer fast 40 Jahre andauernden Studie heraus, dass Hanfkonsum das zentrale Nervensystem unwiderruflich schädigen und den Intelligenzquotienten (IQ) senken kann. Das berichten sie im US-Journal «Proceedings of the National Academy of Sciences» («Pnas»).

Cannabis Dauerkonsum schädigt Gehirn

Nach Angaben der Wissenschaftler nimmt der IQ umso stärker ab, je früher die Menschen beginnen, Cannabis zu sich zu nehmen. Bei dauerhaften Konsumenten stellten sie fest, dass sich bestimmte Bereiche des Gehirns deutlich verschlechterten und dieser Zustand über Jahre anhält. Darüber hinaus zeigten ihre Untersuchungen, dass Langzeit-Kiffer mehr Probleme haben, sich zu konzentrieren oder sich an etwas zu erinnern.

Cannabis schädigt Nervensystem

Insbesondere Jugendliche laufen der Studie zufolge Gefahr, zu dauerhaften Konsumenten zu werden, je früher sie in Kontakt mit der Droge kommen. Auch ihr IQ nahm deutlich ab. Das jugendliche Gehirn ist nach Angaben der Forscher nicht in der Lage, sich völlig von den Folgen zu erholen. Während des Wachstums mache das Gehirn von Jugendlichen entscheidende Veränderungen durch. Cannabis habe Effekte, die das Nervensystem nachhaltig schädigten.

Für ihre Studie untersuchten die Forscher über 1000 Menschen, die Anfang der 1970er Jahre in Neuseeland geboren worden waren. Meier und ihre Kollegen begleiteten die Teilnehmer 38 Jahre lang.

Quelle: dpa
(Bilder: dpa)