Freitag, 17. August 2012 15:10 Uhr
Eine neue Untersuchung zur Behandlungsqualität in Deutschlands Krankenhäusern zeigt erschreckende Entwicklungen.
Kliniken in Deutschland lassen Patienten oft länger als 48 Stunden auf nötige Operationen warten. Das gilt besonders für Eingriffe nach einem Oberschenkelhalsbruch nahe dem Hüftgelenk, wie der Gemeinsame Bundesausschuss von Krankenkassen, Ärzten und Kliniken am 16. August 2012 in Berlin berichtete. «Hier sind 244 Krankenhäuser negativ aufgefallen.»
Das oberste Gremium im Gesundheitswesen zitierte dabei aus dem neuen Report zur Behandlungsqualität in Deutschlands Krankenhäusern des Göttinger Instituts für angewandte Qualitätsförderung und Forschung im Gesundheitswesen (AQUA). Die Entwicklungen bei Behandlung und Pflege werden darin auf Basis von rund vier Millionen Datensätzen zu 430 einzelnen Merkmalen untersucht. Die meisten Details des in der Branche mit Spannung erwarteten Qualitätsberichts sind noch nicht veröffentlicht.
Bei 42 Merkmalen habe es demnach Verbesserungen gegeben. Die Zahl der Hörtests bei Neugeborenen habe zum Beispiel zugenommen. Es gebe aber auch Verschlechterungen. Mit den Kliniken sollten Vereinbarungen zur Verbesserung geschlossen werden.
Der Ausschuss beschloss zunächst, dass der Report überhaupt öffentlich zugänglich wird. So soll der Qualitätsreport ab Mitte September auf den Internetseiten des AQUA-Instituts veröffentlicht werden. Die Ergebnisse werden zudem am 27. September 2012 auf einer Fachkonferenz diskutiert.
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