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Sommer in Berlin
Mit Minirock und barfuß der Sonne entgegen: Wer Wind oder Temperaturen im Laufe des Tages überschätzt, kann sich leicht verkühlen. © dpa

Warum mit dem Sommer die Erkältungen kommen

Dienstag, 24. Juli 2012 14:52 Uhr

Endlich ist der Sommer mit Wärme und Sonnenschein da- doch plötzlich sind viele erkältet. Warum das so ist und wie man eine Sommergrippe vermeidet.

Halsschmerzen, Heiserkeit, laufende Nase- solche Erkältungssymptome sieht Doris Hartwig-Bade vom Deutschen Berufsverband der Hals-Nasen-Ohrenärzte derzeit häufiger. So kämen derzeit öfters Patienten mit leichten Infekten in ihre Praxis, die sie sich eingefangen haben, weil sie in den vergangenen Tagen zu leicht bekleidet waren. «Viele vertun sich in der Kleidung. Ihnen wird dann zu kühl, und sie bekommen zu viel Wind ab», sagte sie. Auch offene Schuhe seien nicht zu jeder Tageszeit ratsam: «Wer öfter kalte Füße hat, hat schnell einen Infekt.»

Sommergrippe mit Hausmitteln bekämpfen

Klassische Erkältungssymptome wie Schluckbeschwerden und triefende Nase sollten Betroffene auch bei sommerlichen Temperaturen mit den üblichen Hausmitteln bekämpfen, rät Hartwig-Bade. Das heißt: viel heißen Tee trinken, sich warmhalten und vielleicht ein schmerzstillendes Medikament nehmen, zum Beispiel mit dem Wirkstoff Ibuprofen.

Eine verschnupfte, gereizte Nase lässt sich mit einem Kamillendampfbad besänftigen. «Auch Nasenspülungen sind immer gut, Salzlösungen halten die Schleimhäute schön feucht.» Nasensprays aus der Apotheke sollten nur zum Einsatz kommen, wenn die Nase «total dicht» ist - und dann auch nur für kurze Zeit.

Gurgeln, schonen und abwarten

Halsschmerzen lassen sich mit Gurgeln lindern, am besten mit Salzwasser oder frisch gebrühtem Salbeitee. Die HNO-Ärztin empfiehlt außerdem, regelmäßig Salbeibonbons zu lutschen. «Gurgellösungen und Lutschtabletten aus der Apotheke kann man nehmen, muss man aber nicht.»

Wer kein Fieber hat, müsse sich auch nicht sonderlich schonen - abwarten ist bei einer Sommererkältung schlicht die beste Alternative. Nur wenn die Beschwerden länger als drei Tage anhalten oder zunehmen, sollten Betroffene zum Arzt gehen.

Quelle: dpa
(Bilder: dpa)