Montag, 16. Juli 2012 17:53 Uhr
Nach Berührung von Eichenprozessionsspinner- Raupen kann es zu heftigen allergischen Reaktionen kommen. Wie man sich nach einem Kontakt verhalten sollte.
Unangenehm, unschön und ein bißchen gefährlich: Die Eichenprozessionsspinner- Raupen haben in Berlin viele Bäume befallen. Der Kontakt mit ihren Härchen kann zu allergischen Reaktionen führen.
Die Schmetterlingsart befällt Eichen. Dort spinnen ihre Raupen weißliche Nester, in denen ihre Haare ebenso wie am Boden oder an den Bäumen haften bleiben. Die Raupen häuten sich fünf Mal. Nach dem zweiten Vorgang bilden sie giftige Härchen aus. Diese giftigen Raupenhaare können unter anderem zu entzündlichen und juckenden Hautbeschwerden, Bindehautentzündung sowie Atemnot führen.
Das empfiehlt die Europäische Stiftung für Allergieforschung (ECARF) in Berlin:
- Wer mit den giftigen Haaren der Raupen des Eichenprozessionsspinners in Kontakt gekommen ist, sollte seine Kleidung sofort und schon im Freien wechseln.
- Möglichst schnell sollte man gründlich duschen, Haare waschen und die Augen mit Wasser spülen.
- Sichtbare Raupenhaare auf Kleidung oder Textilien werden am besten mit einem Klebstreifen entfernt.
- Bekleidung sollte bei mindestens 60 Grad gewaschen werden
- Schuhe sollte man nass reinigen.
- Betroffene Gegenstände wie das Auto feucht reinigen.
- Hunde möglichst schnell baden
- Bei Hautreaktionen sollten Betroffene einen Arzt aufsuchen, bei Atemnot sofort den Rettungsdienst alarmieren.
Der Name geht auf die Art zurück, wie die Raupen an ihre Nahrungsplätze wandern- in einer Prozession, die auf Eichenstämmen bis zu 20 Spuren erreichen kann. Nach dem Schlüpfen formieren sich die Raupen zu einem «Prozessionszug». Experten gehen davon aus, dass der Eichenprozessionsspinner seit einigen Jahren häufiger auftritt, weil der Klimawandel für besonders warme Frühjahrsmonate gesorgt hat.
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