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Was Krankenkassen-Chefs und Ärztefunktionäre verdienen

Mittwoch, 10. März 2010 11:48 Uhr

Finanzkrise bei den Krankenkassen? Ärzte mit zuwenig Einkommen? Deren Funktionäre und Manager sind jedenfalls nicht betroffen.

Trotz der zunehmend angespannten Finanzlage zahlreicher Krankenkassen, die nun mit Zusatzbeiträgen der Versicherten gemildert werden soll: Die Chefs der gesetzlichen Krankenversicherungen bleiben ebenso Topverdiener wie zahlreiche Ärtzefunktionäre.

Techniker Krankenkasse TK

Spitzenreiter im vergangenen Jahr war der Chef der Techniker Krankenkasse (TK), Norbert Klusen: Sein Grundgehalt erhöhte sich um 25.000 Euro auf rund 271.000 Euro. Dies geht aus dem Bundesgesetzblatt hervor, das alljährlich die Einkünfte der Kassenchefs veröffentlicht. Ein TK-Sprecher sagte, das Gehalt Klusens sei angesichts von 18 Milliarden Euro Beitragseinnahmen «sehr angemessen». Die Kasse verlange auch keine Zusatzbeiträge.

DAK

Nach den neuen Zahlen erhielt DAK-Chef Herbert Rebscher, dessen Kasse seit Februar von den Versicherten Zusatzbeiträge von acht Euro pro Monat erhebt, rund 235.000 Euro. Das waren rund 4000 Euro mehr als im Vorjahr.

Barmer Ersatzkasse

Barmer-Chefin Birgit Fischer verdiente 2009 etwa 203.000 Euro, ebenfalls rund 4000 Euro mehr als 2008.

AOK

Der Chef der AOK Bayern, Helmut Platzer, konnte sich zusätzlich zum Gehalt von 176.000 Euro über einen Bonus von 50.820 Euro freuen. Das war mehr als das Grundgehalt von 170.000 Euro plus 20 Prozent Erfolgsprämie für den Spitzenmann des AOK-Bundesverbandes, Herbert Reichelt.

Ärztefunktionäre

Ärztefunktionäre gehören ebenfalls zu den Topverdienern in der Branche: Andreas Köhler, der Vorstandschef der Kassenärztlichen Bundesvereinigung, erhielt 2009 ein Gehalt von 260.000 Euro.

Zahnärzte-Funktionäre

Sein Kollege bei der Kassenzahnärztlichen Bundesvereinigung, Jürgen Fedderwitz, kam auf 240.585 Euro. Gute Altersversorgungen, die sich an den Pensionen von Spitzenbeamten orientieren, kommen noch hinzu.

Quelle: kra/dpa
(Bilder: dpa)