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Impfpass © dpa

Röteln: Unbedingt vor der Schwangerschaft impfen lassen

Röteln können für das ungeborene Kind verheerende Folgen haben. Deshalb sollten sich Frauen, die nicht gegen Röteln immun sind und ein Kind planen, unbedingt dagegen impfen lassen.

Röteln sind normalerweise eine harmlose Erkrankung. Äußerste Vorsicht gilt allerdings für Schwangere, wenn sie weder geimpft sind noch als Kind Röteln hatten. In den ersten drei Monaten der Schwangerschaft können die Röteln-Viren beim Ungeborenen schwere Fehlbildungen von Augen, Ohren, Herz oder Gehirn auslösen. Außerdem kann es zu Fehlgeburten kommen.

Zuerst Bluttest machen lassen

Besteht Unsicherheit darüber, ob sie gegen die Röteln-Erreger immun sind, sollten Frauen deshalb vor einer geplanten Schwangerschaft beim Arzt einen Bluttest machen lassen. Gegebenenfalls wird dann eine Nachimpfung fällig.

Erstimpfungen gegen Röteln

Frauen, die noch gar nicht geimpft wurden oder bei denen der Impfstatus nicht bekannt ist, können sich zum Schutz vor Röteln zweimal impfen lassen. Bei zusätzlicher Masern-Indikation sollte die erste Impfung mit einem Masern-Mumps-Röteln-Impfstoff, die zweite mit einem Röteln-Monoimpfstoff erfolgen, raten Experten.

Impfung mit Röteln-Monoimpfstoff

Frauen, die bereits einmal geimpft wurden, erhalten einmalig eine Impfung mit einem Röteln-Monoimpfstoff. Wenn darüber hinaus auch ein Schutz vor Masern notwendig ist, sollte die Impfung mit einem Kombinationsimpfstoff durchgeführt werden.

Kombi-Impfung mit Masern-Mumps-Röteln-Impfstoff

Zum Schutz vor Masern können sich alle nach 1970 geborenen Personen ab dem Alter von 18 Jahren vorzugsweise mit einem Masern-Mumps-Röteln-Impfstoff einmal impfen lassen. Das gilt für diejenigen, die nicht geimpft sind, einen unklaren Impfstatus haben oder die in der Kindheit nur einmal geimpft wurden.

Wie erkennt man Röteln?

Die Beschwerden einer Rötelnerkrankung ähneln zunächst einer Erkältung mit Husten und Schnupfen, Hals-, Kopf- und Gliederschmerzen. Anfängliches Fieber verschwindet meist nach kurzer Zeit. Manchmal tritt zusätzlich eine Bindehautentzündung auf. Die Lymphknoten im Nacken und hinter den Ohren schwellen an. Nach ein bis zwei Tagen beginnt ein Ausschlag im Gesicht, meist hinter den Ohren mit kleinen hellroten oder leicht bräunlichen Flecken. Er breitet sich auf dem Hals, den Armen, den Beinen und innerhalb kurzer Zeit auf dem gesamten Körper aus. Der Ausschlag verschwindet nach zwei bis drei Tagen.

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Quelle: Techniker Krankenkasse
(Bilder: dpa; Grüne Woche Berlin)