Schwangere sollten möglichst auf Medikamente verzichten- aber gilt das auch für die Grippeschutzimpfung?
Generell ist es besser in der Schwangerschaft so weit es geht auf Medizin zu verzichten- aber wie sieht es mit der Grippeschutzimpfung aus? «Immer wieder sind Schwangere unsicher, ob sie sich impfen lassen dürfen, weil ihnen generell von Medikamenten abgeraten wird», sagte Prof. Elisabeth Pott, Direktorin der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung. «Aber durch eine Grippeimpfung schützen sie sich selbst vor schweren Krankheitsverläufen, die bei Schwangeren häufiger sind, und auch ihr Kind.»
Lassen sich Schwangere gegen Grippe impfen, schützen sie auch ihr Kind. Das sieht auch der Präsident des Berufsverbandes der Frauenärzte (BVF) Christian Albring so. Unter anderem schütze die Impfung vor einer Frühgeburt. Zum einen verringere der Impfschutz das Risiko für eine Frühgeburt und ein niedriges Geburtsgewicht. Zum anderen gebe die geimpfte Mutter Antikörper über die Plazenta an das Ungeborene weiter. Dadurch sei das Baby in den ersten Monaten nach der Geburt vor einer Infektion geschützt, sagt Albring.
Gesunde Frauen sollten sich am besten ab dem zweiten Schwangerschaftsdrittel impfen lassen, Frauen mit chronischen Erkrankungen wie Asthma schon ab dem ersten Drittel. Der Impfschutz ist in der Regel 7 bis 14 Tage nach der Injektion voll ausgeprägt. Die Kosten für die Impfung werden von den gesetzlichen Krankenkassen übernommen.
Auch wenn der saisonale Impfstoff oft nahezu identisch mit dem des Vorjahres ist, raten die Experten zur erneuten Impfung. «Insbesondere bei den Risikogruppen ist eine Schutzdauer von mehr als zwölf Monaten fraglich», sagt der Präsident des Paul-Ehrlich-Instituts, Prof. Klaus Cichutek. Außerdem sei der Schutz umso besser, je regelmäßiger geimpft werde.
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