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Schwangerschaft
Thrombose- Gefahr in der Schwangerschaft © dpa

Thrombosen in der Schwangerschaft rechtzeitig behandeln

Thrombosen kommen bei Schwangeren öfter vor und nicht nur im Bein. Sie sollten frühzeitig erkannt und behandelt werden- sonst wird es schmerzhaft.

Während der Schwangerschaft erhöht sich für Frauen das Risiko an einer Thrombose zu erkranken. Oft werden die Anzeichen einer Thrombose jedoch mit anderen Begleiterscheinungen der Schwangerschaft verwechselt. Deswegen sollten Schwangere besonders auf erste Anzeichen achten und rechtzeitig den Arzt aufsuchen.

Wadenkrämpfe können Anzeichen für Thrombose sein

Schwangere leiden wegen ihres erhöhten Magnesiumbedarfs häufiger unter Wadenkrämpfen. Da die Krämpfe aber auch auf einer Thrombose oder einer Venenentzündung beruhen können, sollten Betroffene die Ursache unbedingt von ihrem Gynäkologen abklären lassen. Besonders nahe liegt der Verdacht auf eine Thrombose bei Schmerzen in nur einem Bein.

Wadenkrämpfen vorbeugen

Wadenkrämpfen können Schwangere mit viel Bewegung, ausreichender Flüssigkeitszufuhr und einer magnesiumreichen Ernährung vorbeugen. Viel Magnesium steckt zum Beispiel in Hülsenfrüchten, Vollkornbrot, Milchprodukten und Nüssen. Grundsätzlich sollten werdende Mütter die Beine so oft wie möglich hochlegen und nicht übereinanderschlagen. Bei Neigung zu Krampfadern empfiehlt es sich außerdem, langes Stehen oder Sitzen zu vermeiden. In manchen Fällen sind magnesiumhaltige Nahrungsergänzungsmittel sinnvoll.

Analvenenthrombosen vorbeugen

Schwangere mit plötzlichen starken Schmerzen in der Analgegend sollten sofort zum Arzt gehen. Ursache kann nämlich ein Blutgerinnsel- eine sogenannte Analvenenthrombose- sein. Die Patientinnen nehmen fälschlicherweise oft an, dass es sich bei ihren Beschwerden um Hämorrhoiden handelt. Eine Schwangerschaft und die Entbindung sind aber Risikofaktoren für eine Analvenenthrombose, die sich durch Druck und Pressen bilden kann. Vorbeugen lässt sich unter anderem durch ausgewogene, ballaststoffreiche Kost und viel Flüssigkeitsaufnahme, um Verstopfungen zu vermeiden. Auch Gymnastik während und nach der Schwangerschaft kann hilfreich sein.

Analvenenthrombosen behandeln

Kleine Thrombosen können mit Salben und Zäpfchen behandelt werden, größere unter lokaler Betäubung geöffnet oder entfernt werden. Bei älteren Knoten lassen sich nur noch die Beschwerden lindern.

Quelle: the/dpa
(Bilder: Grüne Woche Berlin; dpa)