Übergewicht in der Schwangerschaft gefährdet Mutter und Kind. Schlimmstenfalls kann es zu Fehlgeburten, Diabetes und Behinderungen kommen.
Frauen mit Kinderwunsch sollten schon vor einer Schwangerschaft auf Normalgewicht achten. Denn sind sie vor der Empfängnis übergewichtig, haben sie ein höheres Risiko, eine Schwangerschaftsdiabetes zu entwickeln. Die dann erhöhten Blutzuckerwerte wiederum können das Risiko steigern, Bluthochdruck, Harnwegsinfekte oder Schwangerschaftsvergiftungen zu bekommen.
Außerdem komme es häufiger zu Frühgeburten und übermäßig großen Babys, die häufiger per Kaiserschnitt zur Welt gebracht werden. Die Kinder könnten später selbst übergewichtig werden und Diabetes dazu bekommen.
Bei Übergewicht der Mutter steigt zudem das Risiko für das Kind, mit einer Fehlbildung wie einem offenen Rücken oder einem Herzfehler auf die Welt zu kommen, erklärt Prof. Claudia Hellmers von der Deutschen Gesellschaft für Hebammenwissenschaft.
Eine Leitlinie der Deutschen Diabetes Gesellschaft (DDG) und der Deutschen Gesellschaft für Gynäkologie und Geburtshilfe soll dazu beitragen, diesen Teufelskreis zu durchbrechen. Um das Gewicht in den Griff zu bekommen, sei eine Ernährungsberatung einer der ersten Behandlungsschritte.
Darüber hinaus müssten sich betroffene Frauen mehr bewegen. Mindestens dreimal pro Woche mindestens 30 Minuten ist Studien zufolge ein gutes Maß, um das Risiko deutlich zu senken, ein übermäßig großes Kind zur Welt bringen.
Das Normalgewicht orientiert sich am Body Mass Index (BMI). Mit diesem wird das Verhältnis zwischen Körpergröße und Gewicht dargestellt, indem man das aktuelle Körpergewicht in Kilogramm dividiert durch das Quadrat der Körpergröße in Metern. Werte zwischen 19 und 24,9 gelten bei Frauen als «normal».
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