Sexuell übertragbare Krankheiten wie Genitalherpes und Genitalwarzen bergen für Schwangere erhebliche Risiken. Wie man die Ansteckung verhindert und im Ernstfall handelt.
Sexuell übertragbare Krankheiten bringen für Schwangere und deren ungeborenes Kind erhebliche Risiken mit sich, auch solche Krankheiten, die normalerweise schnell und unkompliziert behandelt werden können. So sollten Frauen während einer Schwangerschaft besonders darauf achten, sich nicht mit Genitalherpes oder Genitalwarzen zu infizieren.
Genitalherpes kann in der Schwangerschaft schwerwiegende Folgen haben: Zwar bestehe bei ungeborenen Kindern keine Ansteckungsgefahr, bei der Geburt könne es aber zu einer Infektion mit schweren Folgeschäden kommen, so der Berufsverband der Frauenärzte in München. Das Kind müsse deshalb in solchen Fällen immer per Kaiserschnitt entbunden werden.
Genitalherpes kann unter anderem durch eine Virenübertragung von Herpesbläschen an den Lippen entstehen. Die Frauenärzte raten Paaren mit Lippenherpes deshalb, während der Schwangerschaft auf oralen Sex zu verzichten. Beide Partner sollten sich bei ersten Anzeichen von Genitalherpes sofort behandeln lassen. Dazu gehören zum Beispiel grippeähnliche Symptome und Jucken oder Brennen im Genitalbereich.
Genitalwarzen entstehen durch eine Infektion. Zwar schaden die sogenannten Condylome, die durch Humane Papillomviren (HPV) ausgelöst werden, dem Ungeborenen nicht. In seltenen Fällen kann sich das Kind während der Entbindung aber mit den Viren anstecken. Statistisch gesehen, sind bei 1000 Geburten, bei denen die Mutter Genitalwarzen hat, in der Folge etwa 7 Kinder von krankhaften Veränderungen durch HVP betroffen.
Um eine Gefährdung des Kindes vollkommen auszuschließen, können Genitalwarzen noch während der Schwangerschaft behandelt werden. Werdende Mütter mit Genitalwarzen sollten die Hautveränderung ungefähr in der 34. Schwangerschaftswoche behandeln lassen. Lässt sich die Mutter zum richtigen Zeitpunkt behandeln, heilen die auch Feigwarzen genannten Hautveränderungen in der Regel bis zur Geburt ab. Behandelt werden sie lokal mit speziellen Salben oder Tinkturen. Wirksamer, aber weniger schonend ist unter anderem eine Laserbehandlung.
Die Gefahr einer HPV-Infektion lässt sich durch den Gebrauch von Kondomen beim Sex, durch eine Impfung sowie strenge Hygiene in Schwimmbädern und Saunen verringern.
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