Streunende Tiere können Tollwut übertragen. Urlauber sollten sich von ihnen fernhalten und nach einem Biss schnell handeln.
Hunde, Katzen, Affen und Fledermäuse- alle haben etwas gemeinsam: Sie sind die häufigsten Tollwutüberträger. Urlauber sollten sich deshalb von ihnen fernhalten und nach einem Biss schnell reagieren.
Während Deutschland seit 2008 als tollwutfrei gilt, ist die Krankheit in vielen Urlaubsländern wie der Türkei, Serbien, Marokko oder Thailand noch immer ein Risiko. Urlauber sollten deshalb nie streunende Hunde streicheln. Um sich zu infizieren, müssen Menschen nicht gebissen werden- schon eine Hautabschürfung genügt, damit das Virus übertragen werden kann.
Urlauber machen wegen der Tollwutgefahr besser einen Bogen um streunende Tiere. «Die meisten Tollwutfälle treten auf, wenn Menschen auf Tiere zugehen», sagt Helmut Jäger vom Reisemedizinischen Zentrum der Bernhard-Nocht-Klinik in Hamburg. Die infizierten Tiere liefen selten Menschen hinterher.
Der indische Subkontinent, aber auch Osteuropa sind Gegenden, in denen Tollwut häufig vorkommt. Hunde, Katzen, aber auch Affen und Fledermäuse sind oft Überträger. Kleine Kinder verstehen nicht, warum sie Abstand halten sollen. Daher müssen die Eltern darauf achten, dass sie nicht mit Tieren spielen. Werden Urlauber doch gebissen, sollten sie sofort zum Arzt gehen. Stellt dieser ein Tollwutrisiko fest, wird er eine Impfung veranlassen. «Wenn man sich direkt nach dem Biss impfen lässt, besteht keine Gefahr», sagt Jäger.
Halter von Hunden und Katzen sollten ihre Tiere regelmäßig gegen Tollwut impfen lassen, wenn sie mit ihnen verreisen. In Europa ist diese Impfung bei Hund, Katze und Frettchen ohnehin Vorschrift und wird im EU-Heimtierausweis dokumentiert. Medikamente gegen Tollwut gibt es für Tiere nicht. Ist die Krankheit einmal ausgebrochen, endet sie für Vierbeiner tödlich.
Wer eine Reise nach China plant, sollte sich Gedanken über eine Tollwutimpfung machen. Hierfür seien drei Impfungen innerhalb eines Zeitraums von mindestens drei Wochen erforderlich, erläutert der BDI. Nach Indien sei China das Land mit der höchsten Zahl gemeldeter Tollwutfälle bei Menschen und Tieren.
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