Wer nach Polen und in die Ukraine reist, sollte sich vorher gegen Hepatitis und anderes impfen lassen. Welche Impfungen Experten empfehlen.
Urlauber, die in die Ukraine und nach Polen reisen, sollten sich gegen Krankheiten wappnen. Welche Impf-Empfehlungen Experten für die beiden Länder geben:
«Für beide Länder empfehle ich eine Impfung gegen Hepatitis A», sagte Thomas Jelinek, Leiter des Centrums für Reise- und Tropenmedizin in Berlin. Das über die Nahrung verbreitete Hepatitis-A-Virus kann Durchfall und Bauchschmerzen auslösen.
Für die Ukraine rät Jelinek auch zu einer Impfung gegen Hepatitis B. Der Erreger kann die Leber schwer schädigen. «In der Ukraine kann es zum Beispiel bei einem Krankenhausaufenthalt zu einer Infektion kommen.»
Für Touristen, die auch wandern wollen, empfiehlt Jelinek außerdem eine Impfung gegen den FMSE-Virus, der durch Zeckenbisse übertragen wird und Frühsommer-Meningoenzephalitis auslöst. Ein Teil der Patienten erkrankt an einer Hirnhautentzündung.
«In der Ukraine ist außerdem Tollwut noch recht verbreitet», warnte Jelinek. Bei einem Biss durch einen Straßenhund sollten Touristen umgehend einen Arzt aufsuchen. Da in dem osteuropäischen Land Arzneimittel gegen Tollwut rar sind, sollten Urlauber sich unbedingt schon in Deutschland impfen lassen.
In dem osteuropäischen Land grassieren zudem die Masern. Auch dagegen sollten sich Urlauber schützen.
Für beide Länder rät Jelinek davon ab, ungefiltertes Leitungswasser zu trinken. Dies könne zu Durchfallerkrankungen führen. In beiden Ländern müssten Urlauber mit mangelnden Fremdsprachenkenntnissen in Arztpraxen und Kliniken rechnen. Wer auf Nummer sicher gehen will, sollte sich vor der Abreise um Übersetzungen wichtiger medizinischer Begriffe kümmern.
In die Reiseapotheke sollten Urlauber Schmerzmittel, Mückenschutz und Durchfallmedikamente packen. «Antibiotika und Ähnliches kann man bei akutem Bedarf vor Ort kaufen. Die Apotheken in beiden Ländern sind gut ausgestattet», sagte Jelinek.
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