Südafrika- Touristen sollten vor der Reise ihren Impfstatus prüfen und bei Bedarf auffrischen. Auch Malariaprophylaxe kann wichtig sein.
Wer nach Südafrika reist, sollte seine Impfungen überprüfen. Zum einen erfordert das afrikanische Land zusätzlichen Impfschutz, zum anderen kann man sich beim Gedränge in Bussen und Bahnen leichter mit Krankheiten anstecken.
Wie umfangreich der Impfschutz sein sollte, wird von Experten unterschiedlich bewertet. So rät das Centrum für Reisemedizin (CRM) zum Impfschutz gegen Masern, Meningokokken-Hirnhautentzündung und Grippe. Die durch Meningokotten hervorgerufene Hirnhautentzündung kommt in Südafrika häufiger vor als in Europa und kann sich schnell zu einer lebensbedrohlichen Krankheit entwickeln.
Auch wer die großen Städten besucht, sollte sich darüber hinaus neben Auffrischungsimpfungen gegen Wundstarrkrampf, Diphtherie, Kinderlähmung und Keuchhusten auch um die Impfung gegen Hepatitis A kümmern, rät Prof. Thomas Löscher, Leiter des Tropeninstituts der Universität München. Bei Reisen über Land hält der Mediziner außerdem Schutz gegen Hepatitis B und Typhus für sinnvoll.
Wer die Gelegenheit zu Reisen in andere Regionen Südafrikas oder in weitere afrikanische Länder plant, benötigt in der Regel eine Malaria-Vorbeugung. Das gilt insbesondere für Ausflüge in die Provinzen KwaZulu-Natal und Limpopo mit dem Kruger-Nationalpark.
Dem Tropenmediziner Prof. Hans Dieter Nothdurft von der Uni München zufolge ruht die Malariaprophylaxe am besten auf mehreren Säulen. Der Schutz vor Moskitostichen durch Netze und Repellents sei angesichts der zunehmenden Resistenz der Erreger gegen einige Antimalariawirkstoffe zwar besonders wichtig. Allerdings wirke diese sogenannte Expositionsprophylaxe nur begrenzt.
Für Reisen in das gesamte tropische Afrika empfiehlt Nothdurft daher eine zusätzliche Chemoprophylaxe - also Antimalariamittel. Aufgrund der steigenden Resistenz der Erreger seien Medikamente mit den Wirkstoffen Mefloquin, Atovaquon/Proguanil oder Doxyzyklin zu bevorzugen. Kann nicht innerhalb von 24 Stunden ein Arzt erreicht werden, wenn Fieber auftritt, sollte während der ganzen Reise auch ein Antimalariamittel zur Notfall-Selbstbehandlung im Gepäck sein.
Denken Sie daran: Während unseres Sommers herrscht in Südafrika Winter. Reisende sollten darum unbedingt auch an wärmende Kleidung denken, um möglichen Erkältungskrankheiten vorzubeugen. Nachts kann es in Südafrika durchaus um die fünf Grad Celsius kalt werden.
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