Zum Beginn des Winterhalbjahres an den Berliner Schulen stellt der Berliner Senat Infomaterial für Eltern, Lehrer und Schüler zur Schweinegrippe zur Verfügung.
Regelmäßiges Händewaschen zum Schutz vor Schweinegrippe ist zum Schuljahrstart erste Hausaufgabe in allen Berliner Schulen und Kitas. Es müsse davon ausgegangen werden, dass sich die neue Grippe durch Reiserückkehrer nach der Urlaubszeit weiter ausbreite, so die Berliner Gesundheitssenatsverwaltung.
Um Kinder, Eltern und Lehrer auf das richtige Verhalten im Umgang mit der Neuen Grippe (H1N1) vorzubereiten, hat die Senatsverwaltung für Gesundheit, Umwelt und Verbraucherschutz nun noch vor Beginn des neuen Schuljahres mehrere Informationenblätter für Schulen, Kindertagesstätten und Eltern erstellt.
Sie beantworten allgemeine Fragen zur Neuen Grippe, gezielt auch für die Beschäftigten in den Schulen und Kitas. Zudem gibt es Formulierungshilfen für Begleitbriefe falls Eltern oder Schüler an Schweinegrippe erkrankt sind oder deren Mitschüler erkranken.
Die Informationsblätter, die gemeinsam mit Niedersächsischen Behörden erstellt wurden, werden allen Berliner Schulen und Kitas zur Verfügung gestellt und können auch aus dem Internet heruntergeladen werden. Auf der Website gibt es zudem aktuelle Informationen rund um das Thema Neue Grippe (H1N1) und Pandemievorsorge.
Ab Herbst sollen rund 35 Millionen Bundesbürger gegen die sogenannte Schweinegrippe geimpft werden. Die Kosten für die erste Impfwelle werden von den Krankenkassen übernommen. Über den genauen Ablauf der Massenimpfung wird zwischen den einzelnen Ländern mit den jeweiligen Krankenkassen noch beraten.
Dagegen ist die Finanzierung für darüber hinaus gehende Impfungen nicht gesichert. Bund und Länder konnten sich bislang nicht über die Aufteilung der Kosten der einigen. Die Länder lehnen die Forderung des Bundes nach einer Kostenteilung ab. Damit verzögert sich die Bestellung weiterer Impfdosen.
Nun haben die Gesundheitsminister der Länder beschlossen, erst Mitte September den Weg für die zweite große Impfaktion gegen die Schweinegrippe ebnen. Sie vereinbarten telefonisch eine weitere Sonderkonferenz. «Es wird angestrebt, dass alle Bürger, die das wollen, eine kostenlose Impfung bekommen», sagte der Sprecher des thüringischen Gesundheitsministeriums, Thomas Schulz.
In Frankreich hat die Angst vor der Schweinegrippe antibakterielles Waschgel zum Kassenschlager werden lassen. Bis zu zehn Millionen Portionen könnten in diesem Jahr verkauft werden, glauben die Hersteller laut einem Bericht der Zeitung «Le Parisien». Im vergangenen Jahr waren es noch zwei Millionen gewesen. Immer mehr Apotheken, aber auch Zeitungshändler und Supermärkte platzieren die Gels in der Nähe der Kasse. Nach Angaben von Ärzten ist das Waschgel allerdings nicht wirksamer als das Waschen mit Wasser und Seife.
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