Kinder und Jugendliche sollten ambesten gar nicht ins Solarium gehen. Denn junge Haut reagiert empfindlicher auf die Strahlung und die Haut "speichert" die Belastung. Das Risiko für Hautkrebs steigt deutlich an.
Der Zusammenhang zwischen UV-Exposition und Hautkrebs sei wissenschaftlich längst belegt, sagt Prof. Eggert Stockfleth, Leiter des Hauttumor-Centrums am Universitätsklinikum Charité in Berlin.
UVA-Strahlen dringen dabei tief in die Haut ein und lassen sie zum einen schneller altern. Zum anderen sind sie für einen späteren Hautkrebs verantwortlich.
Viele 14-Jährige gehen wöchentlich ins Sonnenstudio
Jugendliche Haut sei vor schädlichen Sonnenstrahlen deutlich weniger geschützt als die eines Älteren - sie ist empfindlicher. «Sie ist dünner und hat weniger Abwehrmöglichkeiten gegen veränderte Zellen.» Schützende «Lichtschwielen» bildeten sich erst im späteren Leben.
Untersuchungen haben gezeigt, dass jede zweite 14-Jährige einmal pro Woche ins Sonnenstudio geht. Eine laut Stockfleth bedenkliche Zahl: Denn je öfter ein Mensch seit frühester Kindheit der Sonnenbestrahlung ausgesetzt war, umso ist höher sein Hautkrebsrisiko. «60 Prozent der UV-Belastung nimmt der Körper in jungen Jahren auf.»
Ein Spaßverderber will der Experte aber auch nicht sein: «Ich sage nicht, dass Sie nie in die Sonne dürfen.» Ein gemäßigter Umgang sei in Ordnung - wenn die Haut entsprechend geschützt wird: Bei schönem Wetter sei die Sonne zwischen 11.00 und 15.00 Uhr zu meiden.
Außerdem sollten Körper und Kopf mit leichter Kleidung und einem Hut vor der schädlichen UV-Strahlung geschützt werden. Und Erwachsene, die auf den Solarium-Besuch nicht verzichten wollen, achten am besten darauf, dass es sich um ein zertifiziertes Studio handelt, rät Stockfleth.
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