Vorsorge ist die beste Medizin gegen die kleinen Spinnentiere. Denn sie können Frühsommer-Meningoenzephalitis (FSME) oder unheilbare Borreliose übertragen. Die wichtigsten Fragen und Antworten zu Zecken und wie man sich vor ihnen schützt.
Die Zecken-Saison beginnt je nach Wetterlage etwa im März, April und geht bis in den Oktober hinein. Die gefährlichsten Monate sind Juni bis August. Weil der Klimawandel die Lebensbedingungen der Zecken weit über den Sommer hinaus begünstigt, ist in den vergangenen Jahren auch die Zahl der durch Zecken hervorgerufenen Borreliose-Infektionen angestiegen.
Zecken beißen sich fest und saugen Blut. Dabei mischt sich ihr Speichel mit dem Blut des Menschen und Krankheiterreger können übertragen werden. Zecken können Borrelien, Erreger der Borreliose und Erreger der Frühsommer-Meningoenzephalitis (FSME) übertragen. Glücklicherweise überträgt aber nur ein bestimmter Prozentsatz der Zecken diese Krankheiten.
Borreliose-Alarm herrscht flächendeckend auf der nördlichen Erdhalbkugel. In Deutschland ist das Infektionsrisiko zwar nicht auf bestimmte Regionen begrenzt, es ist aber in der Mitte und im Süden höher.
Für die FSME-Übertragung gilt der süddeutsche Raum bis zu einer Grenze etwas nördlich des Mains als gefährliches Gebiet.
Europaweit erstreckt sich der FSME-Risiko-Gürtel über Südschweden, Österreich, Polen, Russland bis hin ans Japanische Meer in Ostsibirien.
Zeckenschutz durch richtiges Verhalten
Da Zecken sich besonders gern im hohen Gras oder Unterholz aufhalten, bleibt man im Wald am besten auf den Wegen. Wer sich vor Zecken schützen will, sollte im Freien nur auf einer Unterlage liegen oder sitzen.
Die Kleidung sollte hell und einfarbig sein - darauf lassen sich die Tiere besser entdecken. Außerdem empfehlen sich geschlossene Schuhe, Socken und langärmelige Oberteile.
Zecken können noch drei Tage in der Kleidung überleben. Deshalb die Kleidung nach einem Aufentahlt im Freien oder einem Wald-Spaziergang gut ausschütteln.
Zecken suchen sich für ihren Biss besonders gern dünne, gut durchblutete Hautstellen aus, also Körpernischen, die sich Menschen eher selten ansehen.
Deshalb ist es ganz wichtig, nach einem Aufenthalt im Freien, den Körper nach Zecken abzusuchen: unter den Achseln, den Brüsten, Kniekehlen und im Genitalbereich und am Haaransatz.
Gegen Frühsommer-Meningoenzephalitis (FSME) gibt es eine Impfung. Zur Verhinderung einer Borreliose ist dagegen kein Kraut gewachsen. Hier hilft nur erhöhte Vorsicht.
Das Heimtückische daran: Borreliose bricht manchmal erst nach Jahren aus. Mehr zur Borreliose nach Zeckenbiss finden Sie hier.
Wann sollte man sich gegen FSME impfen lassen?
Wer eine Reise in das Risikogebiet plant oder dort wohnt und Aktivitäten in der Natur plant, sollte sich gegen FSME impfen lassen. Dabei wird am besten ein gewisser zeitlicher Vorlauf eingeplant. Denn erst nach der zweiten Spritze, die nach Ablauf von ein bis drei Monaten auf die erste folgen soll, besteht eine ausreichender Schutz vor einer Infektion.
Nach drei Jahren sollte die Impfung dann aufgefrischt werden. Ob die Kasse die Kosten von etwa 100 Euro übernimmt, klärt der Versicherte am besten vorher ab. Bei einem Wohnort in einem Risikogebiet wird in der Regel gezahlt.
Wird eine Zecke auf der Haut entdeckt, muss sie so schnell wie möglich mit einer Pinzette oder einer Zeckenkarte entfernt werden. Wichtig ist, dass dabei der Hinterleib nicht gequetscht wird, denn im Darm können sich die Krankheitserreger befinden.
Eine festgebissene Zecke wird mit einer Pinzette gerade herausgezogen und die Wunde desinfiziert. Wer sich unsicher ist, ob er die Zecke richtig entfernt hat, sollte zum Haus- oder Kinderarzt gehen. Auch Symptome wie Hautrötungen, Kopfschmerzen, Erbrechen oder Fieber sind ein Fall für den Arzt. Mehr dazu hier
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