Wer drei bis vier Knoblauchzehen am Tag isst, kann auf natürliche Weise erhöhte Bluttfettwerte senken.
Die Inhaltstoffe des Knoblauchs wirken gegen Bakterien und Pilze, sie verdünnen das Blut und verlängern so dessen Gerinnungszeit. Außerdem wird ihnen eine fett- und cholesterinsenkende Wirkung zugeschrieben. «Schließlich sind Herz-Kreislauf-Erkrankungen wie Bluthochdruck und Arterienverkalkung die häufigste Todesursache in den Industrieländern», sagt Johannes Gottfried Mayer von der Forschungsgruppe Klostermedizin der Universität Würzburg.
Knoblauch kann laut Mayer zur Vorbeugung und als begleitende Therapie bei erhöhten Blutfettwerten und zur Vorbeugung von altersbedingter Arterienverkalkung eingesetzt werden. Die blutverdünnende Eigenschaft lasse auch den Einsatz bei Bluthochdruck sinnvoll erscheinen. Der in der Heilkunde ausschließlich verwendete Pflanzenteil ist die Knoblauchzehe.
«Ihre Hauptwirkstoffe sind Saponine, die schwefelhaltige Aminosäure Alliin, Vitamine und Selen», erläutert Mayer. Besonders wichtig sei das Alliin, das eigentlich geruchlos ist. Beim Zerkleinern der Zehen entsteht aber Allicin, das für den typischen Knoblauchgeruch verantwortlich ist.
Die tägliche Dosis beträgt vier Gramm. «Das sind etwa zwei bis drei Zehen», ergänzt Mayer. Die Zehen sollten nur erwärmt, nicht aber erhitzt werden, damit die wirksamen Inhaltsstoffe nicht verloren gehen. Und wem der Geschmack unangenehm ist oder wer entsprechende Ausdünstungen vermeiden will, nimmt statt frischer Zehen eben Knoblauchdragees.
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