Was die Warnstufen des Nationalen Pandemieplans praktisch bedeuten.
Zur Abwehr einer außergewöhnlich gefährlichen Grippe gibt es in Deutschland einen sogenannten Nationalen Pandemieplan. Der Alarmplan ist - analog zur Einordnung der Weltgesundheitsorganisation WHO - in sechs Phasen unterteilt. Er enthält Vorschläge zu Impfungen, Arzneimitteln, der Koordination der medizinische Versorgung und zum Notfallmanagement.
Phase 1
Es werden keine Infektionen von Menschen durch Grippeviren von Tieren beobachtet.
Phase 2
Infektionen von Menschen durch ein neues Grippevirus aus dem Tierreich sind nachgewiesen.
Phase 3
Ein neues Grippevirus von Tieren infiziert mehrere Menschen oder sorgt für kleine Infektionsherde. Es wird aber nicht oder nur in Einzelfällen von Mensch zu Mensch übertragen.
Phase 4
Es gibt nachgewiesene, anhaltende Übertragungen eines Tiergrippevirus von Mensch zu Mensch, das zu Ausbrüchen in der Bevölkerung (WHO: «community level») führen kann. Dies markiert der WHO zufolge eine «signifikante Erhöhung» des Pandemierisikos.
Phase 5
Die Übertragung von Mensch zu Mensch hat zur Ausbreitung des Virus in mindestens zwei Ländern derselben WHO-Region geführt (insgesamt gibt es weltweit sechs dieser Regionen). Die meisten Länder sind zu dieser Zeit aber noch nicht betroffen. Dennoch droht unmittelbar eine Pandemie: Organisation, Kommunikation und Umsetzung von Schutzmaßnahmen müssen schnell abgeschlossen werden.
Phase 6
Zusätzlich zu Stufe 5 breitet sich das Virus in der Bevölkerung («community level») mindestens eines Landes einer weiteren WHO-Region aus. Damit ist eine Pandemie im Gang.
In Phase 6 muss jeder Staat seine Betroffenheit selbst abschätzen und einordnen. Länder sollen ihre Gesundheitssysteme auf eine intensive Bekämpfung der Grippe umstellen, Impfstoffe verstärkt produziert und gelagert werden.
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