Blutspenden ist nicht nur hilfreich für andere. Immer mehr rückt der Nutzen des Aderlasses auch für die eigene Gesundheit in den Fokus.
In Deutschland sind rund drei Prozent der Bevölkerung aktive Blutspender. Neben dem Deutschen Roten Kreuz (DRK) sammeln auch private Dienste und staatlich-kommunale Bluttransfusionsdienste (StKB) Blutspenden. Über das Jahr gesehen, reicht das, um den Bedarf von rund 15.000 Vollblutspenden, die täglich in deutschen Kliniken, Krankenhäusern und Arztpraxen benötigt werden, zu decken. Während StKB und private Dienste ihren Spendern eine Aufwandsentschädigung zahlen, setzt das DRK auf Freiwilligkeit und sieht Blutspenden als karitativen Akt.
Vielen Blutspendern geht es ohnehin nicht ums Geld, sondern um das Gefühl, etwas Gutes getan zu haben. Denn Blut ist nicht synthetisch herstellbar und somit unersetzlich. Zudem haben viele Spender auch die eigene Gesundheit im Blick. Denn Blutspenden ist gesund: «Auf diese Weise wird die Neubildung von Stammzellen und der gesamte Kreislauf angeregt», erklärt Düppe. «Laut einer aktuellen finnischen Studie senkt regelmäßiges Blutspenden sogar das Herzinfarktrisiko bei Männern, weil dabei auch Cholesterin ausgeschwemmt wird.» Den Blutverlust kann ein gesunder Körper gut ausgleichen. «Allerdings gilt es, vorher und im Anschluss ausreichend zu essen und etwa mehr als sonst zu trinken», betont Noack.
Fast jeder kann Blut spenden, vorausgesetzt er ist 18 Jahre alt und gesund. «Ausgeschlossen sind beispielsweise Menschen, die drogenabhängig sind, sich in den letzten fünf Monaten tätowieren lassen haben oder sich einer größeren Operationen unterziehen mussten», erläutert Jan Noack vom Haema Blutspendedienst in Leipzig. Vollblut können Frauen bis zu vier-, Männer bis zu sechsmal im Jahr spenden.
«Viele Menschen sind aufgeregt, wenn sie das erste Mal zu uns kommen», sagt Noack. «Diese Bedenken können wir meist zerstreuen.» Die Vollblutspende dauert nur rund zehn Minuten, insgesamt sollte man- mit den Formalitäten zu Beginn und einer kurzen Ruhephase am Ende- knapp eine Stunde einplanen.
Erstspender werden zunächst von einem Arzt eingehend untersucht. Blutdruck, Puls und der Hämoglobinwert werden gemessen. Außerdem müssten Spender einen Fragebogen ausfüllen, in dem sie zum Beispiel Auskunft darüber geben, ob sie in den vergangenen Monaten in außereuropäischen Ländern waren und Impfungen erhalten haben, sagt Düppe. Auch nach Sexualkontakten werde gefragt. Denn in Deutschland sind homosexuelle Männer und Spendewillige mit wechselnden heterosexuellen Partnern nicht zur Blutspende zugelassen. Bevor das Blut weiterverwendet wird, untersucht man es im Labor auf Infektionskrankheiten wie HIV oder Hepatitis.
Kostenlose DRK-Blutspende-Hotline:
Tel: 0800 11 949 11
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