Chlor desinfiziert- und es löst eine Vielzahl chemischer Reaktionen aus. Neue Studien belegen, wie gefährlich das ist.
Bislang störte nur der Geruch, jetzt könnten neue Forschungsergebnisse dazu führen, Chlor als Desinfektionsmittel in öffentlichen Bädern mit Alternativstoffen zu ersetzen.
Eine Forschergruppe in Barcelona kommt nämlich zu dem Schluss, dass Baden und Schwimmen im gechlorten Hallen- oder Freibad das Risiko, an Krebs zu erkranken, erhöhen kann. Chlor ist zwar ein effektiver Bakterienkiller, doch warnen Wissenschaftler schon länger vor den negativen Folgen auf die menschliche Gesundheit.
Das Forscherteam um Manolis Kogevinas vom Center for Research in Environmental Epidemiology konnte bei einer 50-köpfigen Versuchsgruppe feststellen, dass einige der Zwischenprodukte des Desinfektionsmittels Chlor giftig und nie vorher in Swimmingpools gefunden wurden.
Bei den Schwimmern wurden vor und nach einem 40-Minuten-Aufenthalt im Wasser Blut, Urin und Atemluft untersucht. Nach dem Aufenthalt wiesen die Testpersonen einige erhöhte Marker einer DNA-Schädigung auf, die in weiterer Folge zu Krebs führen können. Die chemischen Zwischenprodukte gelangen über Haut und Atemorgane in den Körper.
Noch ist es laut den Forschern zu früh, von einer kurzfristigen Veränderung auf langfristige Gesundheitsprobleme zu schließen. Langfristig gesehen könnte aber Ozon eine Alternative zu Chlor werden. Dieses Oxidationsmittel ist weit weniger stark und weniger reaktiv.
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