Trotz Verbots haben viele Jugendliche Erfahrungen mit Glücksspielen gemacht. Eine Broschüre will helfen, Spielsucht zu verhindern.
Die Zahlen sind erschreckend und zeigen, wie wenig Verbote manchmal helfen: Mehr als 60 Prozent der Jugendlichen im Alter von 16 und 17 Jahren haben schon Erfahrung mit Glücksspiel - trotz eines gesetzlichen Verbots für Minderjährige.
Die Landesstellen für Suchtfragen in Hessen, Brandenburg, Niedersachsen, Thüringen und Bayern wollen das Problem nun anpacken. Gemeinsam haben sie die bundesweit erste Broschüre zu dem Thema entwickelt. «Zu hoch gepokert?» heißt das Heftchen, das kostenlos angefordert oder im Internet heruntergeladen werden kann.
Besorgniserregende Zahlen von gefährdeten oder schon betroffenen Jugendlichen und jungen Erwachsenen sind deutschlandweit zu beobachten: Fachleute schätzen, dass das Glücksspielverhalten von 149.000 bis 340.000 Menschen in Deutschland problematisch ist, bei 100.000 bis etwa 290.000 soll es krankhaft sein. Doch in den meisten Familien und Schulen wird das Problem immer noch verkannt und nur selten zur Sprache gebracht.
Die Broschüre soll dazu dienen, Jugendliche und junge Erwachsene schneller und gezielter zu erreichen und mit ihnen über die Risiken und Anhaltspunkte der Glücksspielsucht ins Gespräch zu kommen. Neben Hintergrundinformationen, Erfahrungsberichten und Ansprechpartnern überzeugt die Broschüre vor allem auch durch ihren aktuellen Bezug zur Lebenswelt von Jugendlichen.
Die Broschüre kann im Internet heruntergeladen werden unter:
http://cms.hls-online.org/index.php
oder telefonisch bestellt werden unter:
Tel: 069/ 713 76 777
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